Allergen-Immuntherapie

Immuntherapie – es handelt sich um eine gezielte Behandlung, die die eigene Immuntität des Menschen benützt. Es handelt sich entweder um ihre Schwächung oder Stärkung.

Allergene – es sind die Stoffe, die im Körper die unverhältnismäßige Immunantwort auslösen. Sie können sich in viele Gruppen teilen, wie z.B. die Lebensmittel–, Pflanzen–, Medikamenten–, Tiergruppen usw. Das Allergen kann im Wesentlichen alles sein.

Die allergischen Erkrankungen sind einige der häufigsten Probleme bei der Population. Oft handelt es sich um keine tödlichen oder gefährlichen Probleme, sondern um die das Leben unangenehm machenden. Die Medikamente, wie Kortikosteroide und Antihistaminika können eine wirksame Linderung gewähren. Das Problem ist jedoch darin, dass sie die Allergie als solche nicht lösen, sie sind suchterregend und im Laufe der Zeit sinkt ihre Wirkung.

Die Immuntherapie selbst mithilfe der Allergen stellt einen Prozess dar, wann in den Körper ein Allergen in kleinem Maße appliziert wird, das allmählich erhöht wird. Dieses Allergen wird in den vorherbestimmten Intervallen verabreicht. Es löst zwar beim Patienten eine unerwünschte Reaktion aus, aber nur mit mäßigen Symptomen. Das Prinzip ist beim Patienten die Verträglichkeit des Allergens hervorzurufen. Die Allergen–Immuntherapie ist also auf dem Prinzip der Impfung gegründet.

Durch diese Methode kann eine ausdrucksvolle Reduzierung gewährt werden oder sogar das Verschwinden der Symptome, die bei Allergien vorkommen. Die erste Nachricht von dieser Methode stammt aus dem Jahr 1911. Durch die subkutane Injektion wurde damals der Pollenextrakt verabreicht. Dieser hat anschließend die Symptome unterdrückt. Seitdem wird diese Methode reichlich in der allergologischen ärtztlichen Praxis benützt. 

Methoden der Anwendung

1) subkutane: das Allergen wird dem Patienten durch Injektion unter die Haut angewendet

2) sublinguale: die Patienten wenden eine Lösung oder Tablette unter die Zunge an. Der Vorteil ist Gemächlichkeit, weil man diese Anwendung zu Hause durchführen kann.

Wirksamkeit

Die langfristigen Studien zeigten, dass die Allergen–Immuntherapie sehr wirksam bei allergischem Schnupfen und auch bei Allergie auf Milben und Staub ist.

Nebenwirkungen

Die meisten Patienten vertragen die Immuntherapie gut, aber wie bei jeder Methode können auch hier die Nebenwirkungen auftreten.

  • örtliche Reaktion: am Einstichort können gerötete Orte, Schwellungen, Reizungen erscheinen. Meistens verschwinden sie innerhalb ein paar Stunden.
  • Systemreaktion: es können das Niesen, Brustschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Schwellungen erscheinen
  • Anaphylaxie: es handelt sich um eine sehr seltene Reaktion, es erscheinen niedriger Blutdruck und ernsthafte Atembeschwerden 

Für wen ist sie geeignet

Der Immuntherapie kann sich jeder Allergiker ungefähr ab 5 Jahren unterziehen. Es liegt jedoch im Ermessen des Allergologen, ob Sie ein geeigneter Patient für diese Methode sind. Es kommt auf viele Umstände an, aber vor allem darauf, wie stark ihre Allergie ist.

Für wen ist sie nicht geeignet

Es ist nicht möglich sich der Behandlung zu unterziehen, wenn der Patient an Autoimmunerkrankung, malignen Krankheiten oder an Geistesgestörtheiten leidet. Auch wird sie bei Patienten mit Bronchialasthma und mit schwerer Hypertension nicht eingeleitet. Bei Kindern bis 5 Jahren wird sie nicht empfohlen. Die Anfangsphase von Immuntherapie ist verboten auch während der Schwangerschaft.

Länge der Therapie

Die Länge der Therapie mithilfe der Allergen–Immuntherapie ist sehr individuell. Am häufigsten verläuft sie 3–5 Jahre. Die schnellsten Ergebnisse wurden bei Pollenalergien gemerkt, etwa bereits nach 2 Jahren der Behandlung. Bei Milbenallergien kann es im Gegenteil mehr als 5 Jahre sein. Im Allgemeinen wird die Behandlung beendet, wenn die Symptome ausdrucksvoll reduziert werden und diese Verbesserung dauert ungefähr 1–2 Jahre. Wenn es zur Verschlechterung kommt, kann die Behandlung wieder eingeleitet werden.

Autor: Adéla Šedová