Campylobacteriose

Campylobacteriosen sind infektiöse Darmerkrankungen, die durch Bakterie Campylobacter jejuni verursacht werden. Es handelt sich um gramnegative Bakterie, die sich im Verdauungstrakt vieler Tiere befindet und aus ihrem Körper wird durch Stuhl ausgeschieden. Es handelt sich um z.B. wildlebende warmblütige Tiere, Vögel, aber auch um häusliche Schmuser (Hunde, Katzen) oder Tiere in den Großzüchten (Schweine, Geflügel, Rind). Der Überträger der Ansteckung kann auch ein Mensch sein.

Bakterie wird übertragen:

  • oral – durch fäkalen Weg, d.h. z.B durch Kontamination der Nahrung und Wassers mit einem Material mit Bakterien, am häufigsten also durch Stuhl
  • mit angesteckten ungenügend thermisch behandelten Nahrungsmitteln – z.B. mit unpasteurisierter Milch, Geflüglefleisch usw. Nach den Statistiken liegt Anteil der Anteckung zwischen 50–70% durchs Einnehmen kontaminierten Geflüglefleisches.

Die Menge der Bakterien, die die Infektion auslöst, ist verhältnissmäßig klein, es genügt ca. 1000 – 10000 Bakterien.

Das Risiko der Infizierung gibt es bei Personen, bei denen sich eine kleinere Menge der Chlorwasserstoffsäure im Magen bildet oder die, die Antazida einnehmen. Campylobacterie ist nämlich empfindlich auf diese Säure.

Die ersten Symptome erscheinen nach etwa 1 – 7 Tagen nach der Ansteckung, die Krankheit dauert 2 – 7 Tage. Das Pathogen kann jedoch durch Stuhl noch weitere ca. 6 Wochen ausgeschieden werden.

Die Erkrankung macht meistens keine Probleme und verläuft schnell und mit mäßigen Symptomen. Ein Problem kann bei kleinen Kindern, alten Leuten oder bei Menschen mit geschwächter Immunität eintreten.

Symptome

  • Durchfälle mit Beimengungen von Schleim und Blut
  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Temperatur
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit

Komplikationen

  • Dehydratation, Durchfälle, es kommt zum Verlust der Flüssigkeiten, was auch zum Schock führen kann
  • Guillain-Barré-Syndrom ‒ Schädigungen der peripheren Nerven, die das Immunsysten angreift
  • Reaktive Arthritis ‒ Entzündung der Gelenke aufgrund der durchgemachten Darminfektion

Therapie 

Beim großen Teil der Patienten ist nicht nötig therapeutisch einzugreifen, es genügt nur in Ruhe zu bleiben und auf die Vervollständigung der Flüssigkeiten zu achten. Es können Medikamente gegen Temperatur (Antipyretika), Krämpfe im Bauch (Spasmolytika) verabreicht werden, geeignet ist auch Probiotika zuzugeben.

Im Falle des ernsteren Verlaufs werden Antibiotika verabreicht. Campylobacter jejuni ist jedoch gegen viele Antibiotika resistent, d.h. sie schaffen ihn nicht zu zerstören. Der Arzt muß also solche wählen, auf die die Bakterie empfindlich ist, z.B. Makrolide, Fluorchinolone.

Vorbeugung

Die Vorbeugung sind hauptsächlich die Einhaltung der hygienischen Regeln und genügende thermische Behandlung von Nahrungsmitteln.

Campylobakterien widerstehen den Temperaturen im Kühlschrank, sie werden jedoch von Frost oder hohen Temperaturen, Trockenheit und niedrigem pH – Wert vernichtet. 

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