Fehlgeburt

Unter der Fehlgeburt versteht man eine vorzeitig beendigte Schwangerschaft, bei der Embryo oder Leibesfrucht stirbt. Die genaue Definition im Rahmen der tschechischen Gesetze lautet: 

Entwicklungsverfahren vom Embryo zur Leibesfrucht

in Latein: Abortus

Diagnose

  1. Abgetriebene Leibesfrucht zeigt keines von Lebenszeichen und ihr Geburtsgewicht ist niedriger als 1000g (eine eventuelle Schwangerschaft dauert weniger als 28 Wochen).
  2. Abgetriebene Leibesfrucht zeigt mindestens eines von Lebenszeichen, wobei ihr Geburtsgewicht niedriger als 500g ist, aber die Leibesfrucht überlebt die ersten 24 Lebensstunden nicht. 

Für die Lebenszeichen werden gehalten – die Herzaktionen, Nabelschnurpulsationen, Atembewegungen, eine andere spontane Mobilität.

Die spontane – unwillkürliche Fehlgeburt

Durch sie endent bis zu 15% der diagnostizierten Schwangerschaften. Die Mehrheit verläuft im 1. Trimester. 

Die Ursachen der Fehlgeburt:

  • In einer befruchteten Eizelle und in Plazenta
    • Chromosomale Abweichungen, wann sich die Zellen unrichtig teilen und der Embryo entwickelt sich nicht oder hat Defekte/die mit dem Leben unvereinbaren Entwicklungsfehler
    • Die Fehler bei der Einnistung der Eizelle, das braucht nicht in die Gebärmutter zu gelangen oder sich schlecht in der Gebärmutter einnistet.
    • In der Plazenta und ihrer Entwicklung, wann sie ungenügend die Leibesfrucht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, und die Leibesfrucht abstirbt.
  • Aus den äußerlichen Ursachen, die mit Fehlgeburt in Zusammenhang stehen, kann man nennen: 
    • Röntgenstrahlung,
    • toxische Stoffe, Medikamente,
    • Verletzung/Trauma,
    • Infektion der Mutter.
  • Durch Ursachen mütterlichenseits
    • Die Krankheiten von Mutter, wie Zuckerkrankheit, Autoimmunkrankheiten, Gerinnungsstörungen, Hormonstörungen, besonders dann die Störungen der Bildung von Geschlechtshormonen, die zur Schwangerschaftserhaltung nötig sind.
    • Gewonnene Gebärmutterfehler z.B. Myom oder die Unzulänglichkeit des Gebärmutterhalses... 

Risikofaktoren der Spontanfehlgeburt

Wenn einer oder mehr der nieder angeführten Faktoren vorhanden ist, gibt´s ein größeres Risiko von Fehlgeburt. 

  • Das Alter von Eltern – von Mutter auch Vater. Das Risiko der Fehlgeburt ist höher bei einer Frau über 40 Jahre, bei Frauen, die älter als 45 Jahre sind endet mit Fehlgeburt mehr als eine Hälfte der Schwangerschaften.
  • Die Wiederholung der Fehlgeburte – Wenn der Schwangerschaft die Fehlgeburt vorausgeht, gibt´s ein höheres Risiko, daß sich diese Situation wiederholen wird.
  • Die Mehrlingsschwangerschaften – schon bei Zwillingen gibt´s ein höheres Risiko der Spontanfehlgeburt, dies steigt mit der Anzahl der Leibesfrüchte.
  • Krankheiten der Mutter – infektiös – Röteln, Windpocken, Mumps, Listeriose, Tripper, HIV.
  • Einnahme der Schadstoffe – das Rauchen, Alkoholtrinken, Einnahme der Drogen oder ungeeigneter Medikamente. Die während der Schwangerschaft unterzogenen Untersuchungen – hier gibt es kleine Risikos, aber es ist nötig, sie in Erwägung zu ziehen. Es handelt sich nämlich um mit der Durchführung von Amniozentese oder Chorionbiopsie verbundene Fehlgeburte.

Teilung der Fehlgeburten nach der Phase, in der sie sich befinden

  • abortus imminens – ist eine Bezeichnung für die drohende Fehlgeburt, hier ist es möglich ärztlich einzugreifen und den Verlauf der Fehlgeburt zu verkehren und die Leibesfrucht zu retten.
  • abortus incipiens – ist ein Terminus für die beginnende Fehlgeburt, es ist meistens nicht mehr möglich, den Verlauf der Fehlgeburt zu verkehren.
  • abortus comlpetus – hier handelt es sich um die beendete Fehlgeburt. Die Leibesfrucht mit Plazenta auch mit Fruchthüllen werden abgetrieben.
  • abortus incompletus – die inkomplette Fehlgeburt, wann ein Teil von Fruchthüllen, Plazenta usw. in der Gebärmutter bleiben, in solchem Fall ist nötig, eine Revision der Gebärmutterhöhle zu machen und alle Überreste zu entfernen, damit zu keiner Infektion oder Blutung kommt.

Eine separate Einheit ist die Fehlgeburt, wann zum Absterben von Embryo in Gebärmutter kommt, aber er wird nicht abgetrieben. 

Induzierte Fehlgeburt – Interruption

Es handelt sich um den Schwangerschaftsabbruch auf der Basis des Wunsches von der Schwangeren oder aus gesundheitlichen Gründen der Mutter oder Leibesfrucht.

Chirurgische Abtreibungen

  • Vakuumaspiration mit Kürettage, dieser Eingriff wird bis 8. Woche der Schwangeschaft durchgeführt.
  • Interruption, auch Kürettage wird bis 12. Woche der Schwangerschaft durchgeführt. 
  • das Ausdehnen und Entleerung – Evakuierung der Gebärmutter mithilfe einer Zange wird bis 16. Woche der Schwangerschaft durchgeführt.
  • Reduktion – wird bei einer künstlichen Befruchtung während der ca.16. Woche verwendet, wann aus der Gebärmutterhöhle überschüssige Leibesfrüchte entfernt werden. Es gibt hier aber eine große Gefahr von Fehlgeburt aller Kinder.
  • Kaiserschnitt, Hysterotomie sind in einem fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft bis zur Geburt durchzuführen.

Einnahme der Medikamenten für Fehlgeburte

Ab der 12. Woche, vor allem aber nach der 16. Woche werden den Schwangeren die Prostaglandine oder andere Medikamente verabreicht, die die Entstehung der starken Gebärmutterkontraktionen unterstützen und das ungeborene Kind austreiben.

Autor: Drahomíra Holmannová