Genitalwarzen

Die Genitalwarzen sind gutartige an den Genitalien entstehende Gebilde infektiösen Ursprungs. Sie kommen bei Männern auch Frauen vor.

Manifestationen der Genitalwarzen

in Latein: condylomata acuminata

weitere Namen: genitale Condylomata, Kondylome, venerische Warzen, anale Warzen, anogenitale Warzen

Symptome

Höcker auf der HautHornhaut

Diagnose

Der Erreger von Genitalwarzen ist HPV, human papilloma virus. Virus gehört in die Gruppe von DNA – Viren und ist hoch ansteckend. Es gibt viele Arten von diesen Viren, manche verursachen den Gebärmutterhalskrebs, andere Warzen an den Händen und Füßen.

Übertragung von HPV

Diese Infektion gehört unter die am meisten ansteckenden sexuell übertragbaren Erkrankungen. Angesteckt ist ca. 80% Population. Die Übertragung geschieht durch Kontakt mit einer infizierten Haut oder Schleimhaut. Sich mit Genitalwarzen anzustecken ist möglich auch beim Anal–, und Oralsex, aber auch durch Verwendung eines infizierten Handtuchs u.a.

Krank werden können auch die Kinder, und zwar schon in der Gebärmutter, wann Papillomavirus die Plazenta durchdringt, oder während Durchgangs durch Geburtswege.

Symptome

Die Genitalwarzen entstehen an einer Eintrittsstelle der Infektion. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Wochen bis Monate nach Infizierung. Dann bilden sich warzenförmige Gebilde (Warzen/Condylomata), die eine Größe von ein paar Millimetern bis zu mehreren Zentimetern haben. Sie kommen in Clustern vor und pflegen juckend zu sein. Bei Frauen treten diese am häufigsten an den kleinen auch großen Schamlippen, Klitoris, in der Harnröhre und Scheide, um den Mastdarm u.a. auf, bei Männern in der Nähe der Mündung von Harnröhre, im Bereich der Eichel, an der Vorhaut, Hodensack und in der Umgebung von Mastdarm. Während des Geschlechtsverkehrs können sie Schmerz auch Blutung auslösen.

Diagnose

Die Genitalwarzen sind dank dem typischen Aussehen leicht zu erkennen. Für genaue Bestimmung wird eine Warzenprobe entnommen und mikroskopisch untersucht, es kann PCR fürs Vorhandensein der viralen DNA durchgeführt werden, wann man eine genaue Art von Papillomavirus bestimmt.

Behandlung von Genitalwarzen

Der Kampf mit Genitalwarzen ist nicht einfach. Auch nach Behandlung kehren sie oft zurück, und zwar etwa in 10 – 20% Fälle.

  • Chirurgische Entfernung – Exzision mit Skalpell.
  • Kryotherapie, bei der zur Entfernung von Kondylomen Flüssigstickstoff verwendet wird. 
  • Lasertherapie, die in Lokalanästhesie durchgeführt wird.
  • Pharmakologische Therapie mit Anwendung von Cremes, Salben, Lösungen der wirksamen Stoffe u.ä.
  • Die das Immunsystem modulierenden Medikamente, z.B. Isoprinosine. 

Vorbeugung

Ein völlig wirksamer Schutz vor Übertragung der Genitalwarzen gibt es nicht. Ein Ansteckungsrisiko ist aber zu verringern, insofern Sie promiskuitives Verhalten vermeiden. Geeignet ist Hygiene beim Geschlechtsverkehr einzuhalten.

Autor: Drahomíra Holmannová