Grippe

Die Grippe ist eine Erkrankung vom Virenursprung. Sie überträgt sich enweder durch die Einatmung der Tröpfchen aus der Umgebung einer bereits kranken Person, oder durch einen Kontakt mit Virus, z.B. auf der Türklinke oder dem Taschentuch, die eine angesteckte Person kontaminierte. Wenn sich der Virus in den Atemwegen ansetzt, beginnt er sich schnell zu mehren, den Virus kann ein angesteckter Mensch 10 Tage lang "ausschließen".

Grippevirus

in Latein: Catarrhus epidemicus, Febris catarrhalis, Gravedo, Grippa, Influenza

weitere Namen: Grippe vom Typ A, Grippe vom Typ B

Symptome

erhöhte Temperaturverstopfte Nase

Diagnose

Zur Ansteckung genügen auch nur 2 – 3 Virionen (die Virenteilchen). Die Inkubazionszeit dauert von einigen Stunden bis zu 3 Tagen. Sie betrifft alle Gruppen der Menschen, einschließlich die Säuglinge und Senioren. Gerade bei diesen zweien Gruppen kann zu ernsthafterer Erkrankungsform kommen, weil ihr Immunsystem noch nicht ganz entwickelt oder schon geschwächt ist. Daher kann die Grippe zu Lungenentzündung oder zu Entzündung des Herzmuskels übergehen. 

Symptome

Als das erste von den Indikationsmerkmalen kann Sie das Frösteln oder im Gegenteil große Hitze, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder mäßige Schwindel treffen. Es können auch die Muskel–, und Gelenkschmerzen oder die so genannten Schmerzen hinter den Augen eintreten. Nachfolgend kommt trockener Reizhusten, der oft mit Fieber begleitet wird. In den schwereren Fällen kann Verstopfung oder Gekotze eintreten. Eine ausführliche Beschreibung der Symptome und des Verlaufs von Erkrankung finden Sie im Kapitel "Klinischer Verlauf der Grippeerkrankung". Man empfiehlt Ihnen, sich auch die Tabelle des Symptomvergleichs zwischen Grippe und Erkältung anzusehen. 

Struktur der Grippeviren

Die Grippeviren gehören unter RNA Viren in die Familie Orthomyxoviridae. Ein isolierter Stamm des Grippevirus bezeichnet man mit dem Namen, in dem die Bezeichnung der Typs–, Untertyps–, Platz–, Ordnungs–, und Jahresisolation ist. Es gibt 3 Grundtypen von Grippeviren: 

  • Grippeviren A infizieren die Säugetiere und Vögel 
  • Grippeviren B infizieren nur die Menschen und Seehunde 
  • Grippeviren C infizieren die Menschen und Schweine

Influenza Virus A

Er infiziert die Vögel und Säugetiere. Ein Virusteilchen hat im Durchschnitt 80 – 120 nm. Es trägt eine genetische Information zählende 8 Segmente von Ribonukleinsäuren, die 11 Proteine kodieren. Die wichtigsten sind Hämagglutinin und Neuraminidase, die in der Virushülle verankert sind und als die, vom Immunsystem erkennenden Antigene dienen. Neuraminidase spaltet die Schleime, wodurch sie dem Virus ermöglicht, zu den Zellen zu geraten, wo sich die Hämagglutininsaktivität äußert, das auf oberflächlichen Rezeptor einer Zelle eingeht, was dem Virus Eintritt in sie und Mehrung ermöglicht. Neu entstandene Virusteilchen gelangen durch die sog. Knospung über die zytoplasmatische Zellmembran hinaus. Bei diesem Prozess gewinnen sie eine Hülle, die allerdings auf ihrer Oberfläche Glykoproteine einer Wirtszelle trägt. Weitere wichtige Proteine sind die Matrixproteine M1, die DNS umhüllen und Proteine M2, die die Funktion der Ionenkanäle erfüllen. 

Viren von der Gruppe A

  • H1N1 - Spanische Grippe im Jahre 1918, Russische Grippe in den Jahren 1977–1978 a Schweinegrippe in den Jahren 2009-2010
  • H1N2 - übertragbare auf einen Menschen und die Vögel 
  • H2N2 - Asiatische Grippe im Jahre 1957 
  • H3N2 - Hongkong – Grippe im Jahre 1968 
  • H3N8 - Grippepandemie in den Jahren 1889–1890 
  • H5N1 - im Asien im Jahre 1996 und im Jahre 2004 erschienene Vogelgrippe 
  • H7N7 - Pferdegrippe, Übertragung auf den Menschen nicht bemerkt 
  • H7N2
  • H7N3
  • H7N9 - ein, in der China entdeckter Stamm der Vogelgrippe 
  • H9N2
  • H10N7

Influenza virus B

Dieser Typ ist ähnlich dem Virus A, er infiziert die Menschen und Seehunde. Er mutiert etwa 2x – 3x langsamer als Virus A, trotzdem genügend schnell, als daß sich man die Dauerimmunität schaffen könnte. 

Influenza virus C 

Er ist aus 7 Segmenten der Ribonukleinsäure zusammengesetzt und kodiert 9 Proteine. Er infiziert die Menschen und Schweine. Dieser Virus verursacht leichtere Erkrankung der Atemwege und die Komplikationen sind sehr selten, deshalb werden gegen ihn keine Vakzinen entwickelt. 

Die Ursachen der Entstehung von Epidemien und Pandemien 

Die Viren als kernlose Mikroorganismen mutieren verhältnismäßig schnell und dadurch siegen sie, mindestens auf Zeit, über Immunsystem, das sich die Antikörper gegen eine bestimmte Art, jedoch gegen keine seine Mutationen geschaffen hat. Das Immunsystem braucht also Zeit, um sich neue Antikörper zu schaffen. Im Virus kommt  zu den sog. Punktmutationen. Nach ihrem Umfang bezeichnet man sie als Drift und Shift. Bei Drift kommt bloß zu kleinen Mutationen in einer genetischen Information, wann zu den Änderungen auf dem H – Protein kommt, das von Immunsystem erkannt wird. Aber auch diese können eine Reinfektion der Personen verursachen, die die Grippe bereits durchgemacht haben. Antigener Shift ist schon eine größere Änderung und ändert auch oberflächliche Antigene, oft geht es um zwischenartliche Rekombinationen der Viren. So geänderte Viren sind die Erreger der massiven Pandemien. Diese mögliche Virusänderungen müssen auch pharmazeutische Firmen beobachten, die sich mit der Entwicklung der Vakzinen befassen. Es ist nötig, immer neue Vakzinen danach vorzubilden, welcher Virustyp erwartet wird. 

Klinischer Verlauf der Erkrankung

Die Grippe verläuft klinisch als eine akute Etnzündungserkrankung der oberen Atemwege. Ihr Eintritt ist gewöhnlich plötzlich, aus voller Gesundheit. Oft beginnt sie mit Schüttelfrost, Kopfschmerzen, die Temperatur steigt auf 39 – 40 °C. Die Kranken empfinden gesamte Schwäche, Müdigkeit, Abgespanntheit, sie haben die Muskel–, und Gelenkschmerzen, namentlich Hand–, und Beinschmerzen. In der Nachwirkung der Entzündung von Nasenschleimhaut, Nasenrachenraum, Kehle, Luftröhre und von Luftwegen entsteht trockener Husten. Die Patienten haben Schnupfen, beschweren sich über das Trockenheits–, und Halsgekratzegefühl, über Brennen hinter dem Brustbein. Sie können die Bindehautentzündung haben. Wenn keine Komplikationen entstehen, die Symptome nach 3 – 5 Tagen abklingen, obwohl die Müdigkeit und Schwäche länger bleiben können. Zur völligen Gesundung kommt gewöhnlich in zwei Wochen von ersten Symptomen. Die ernsthaftere Erkrankung kann zur primären Viruspneumonie führen. Der Grippevirus stört und schwächt die Schleimhaut der Atemwege, was ihre Bakteriensuperinfektion erleichtert, so daß gleichzeitig mit Virusinfektion auch bakterielle Ohren–, Nasenhöhle–, Nase–, Luftwege–, und Lungenentzündungen entstehen. Die Personen mit gestörter Immunität, kleine Kinder und ältere Leute sind einem erhöhten Risiko der Grippeerkrankung und der Entstehung von ernsthaften Komplikationen ausgesetzt. Es sind die sog. Risikogruppen. Befürchtet ist vor allem die plötzliche und dramatische Verschlechterung einer schon existenden Erkrankung mit nachfolgendem Respirations–,Nieren–, oder Herzversagen und Tod. Auf Grund des klinischen Verlaufs, vor allem außer den Epidemien, ist die Grippe von anderen akuten Respirationserkrankungen nicht zu unterscheiden. Deshalb wird ihr Vorkommen  und ihre Ausbreitung  zusammen mit diesen Erkrankungen verfolgt. 

Therapie

Bei der Grippe ist wichtig, das Trinkregime, physische und psychische Ruhe einzuhalten, Vitaminen im Körper zu ergänzen und zu ruhen. Bei den erhöhten Temperaturen kühle Umschläge oder Packungen zu benützen. Für die Lockerung der Atemwege empfiehlt man die Inhalation der Salz–, und Eukalyptuslösungen oder das Trinken des abgekochten Wassers mit Honig, Zitrone und  Ginger oder warme Milch mit Honig, geignet sind auch Kräutertees. Im Falle des Schnupfen sist geeignet, Nasentropfen zu applizieren. Im Falle schwerer Fällen ist möglich, Antivirotika/Virostatika z.B. Relenza, Tamiflu einzusetzen. 

Vorbeugung

Die effektivste vorbeugende Maßnahme ist wohl die Impfung. Die Immunität hält aber nicht lange aus, was durch Virusmutationen gegeben ist, deshalb ist notwendig, jedes Jahr wiederzuimpfen. Wichtig sind auch die Lebensart, genügende Einnahme der Vitaminen, eine geeignete Bewegungsaktivität, Stresssenkung, Abhärtung, Sauna und Hygieneeinhaltung. Im Grippezeitabschnitt ist dann geeignet, sich den Plätzen mit großer Menschenkumulation fernzuhalten u.a.

Grippesaison – Epidemie

Das höchste Vorkommen der Grippeerkrankungen gibt´s im Winter. Das Vorkommen steigt aber schon im Herbst und klingt im Frühling ab. Der menschliche Organismus ist in diesem Zeit schwächer, er hat nicht genug Vitamin D, das er sich im Sommer mithilfe der UV – Strahlung synthetisiert. 

Verbreitung der Grippe

Der Virus breitet sich durch die Luft aus. Ein kranker Mensch scheidet eine große Virusmenge aus den Atemwegen vor allem während der zwei Tage der Erkrankung aus. Ein Mililiter von Sekret enthält mehr als ein Million der Virusteilchen. Dazu,daß es zur Infektion kommen würde, bedarf es nur ein paar Dutzend von Teilchen in kleinen Aerosoltröpfchen aus Atemwegen (1 – 5 nm), die bis in die Lungenalveolen eindringen. Der Virus ist in der Lage, eine kurze Zeit in Außenumwelt zu überleben – Auf den Händen, Taschentüchern, Oberflächen von Gegenständen, so dass er auch durch diesen Weg übertragen werden kann. 

Die Grippeepidemie wird verkündigt, wenn es minimal 1600 der Kranken (offiziell 2000) pro 100 000 registrierte Einwohner ist. Während der Grippeepidemien ist üblich, daß es zum Tod der Menschen kommt, am häufigsten sind das aber die, an eine andere ernsthafte Krankheit leidenden Leute. Die Grippeepidemie verkündigt der Haupthygieniker. Der Entwicklungsstand von Grippeerkrankungen (akuten Respirationserkrankungen) ist auf den Seiten des Staatsgesundheitsinstituts zu folgen.

Grippepandemie 

Die Pandemie ist nicht räumlich begrenzt wie Epidiemie, sie betrifft große Gruppen der Menschen von verschiedenen Staaten und Kontinenten. Dazu kommt im Falle der ausdrucksvollen Virusmutation und der Verstärkung seiner Virulenz. Die bekannteste Pandemie ist wohl Pandemie der Spanischen Grippe zwischen den Jahren 1918 – 1919, die sich von USA ausgebreitet hat. Den Namen bekam sie nach dem am stärksten betroffenen Staat – Spanien, wo während eines Monates 8 Millionen Mensten gestorben sind. Einen kleineren Umfang hatte Asiatische Grippe (1957), von der etwa 2 Millionen Menschen Beute wurden. Bekannt ist auch Hongkong – Grippe (1967), wann etwa 700 000 Menschen starben.

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