Lepra

Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit, die von Bakterie Mycobacterium leprae ausgelöst wird. Diese wurde von dem Mikrobiologen Hansen im Jahre 1869 entdeckt. Diese Art von Bakterie greift periphere Nerven, Schleimhäute auch die Haut an. Die ältesten Erwähnungen von Lepra sind aus der Zeit 1500 v. Ch., die ältesten sterblichen Überreste, die auf Ansteckung von Lepra zeigen, stammen aus dem 4. Jahrtausend v. CH.

Manifestationen der Lepra auf der Haut

in Latein: lepra

weitere Namen: Aussatz, Hansen-Krankheit

Symptome

Flecke auf der HautGeschwüreNasenbluten

Diagnose

Vorkommen und Übertragung

Lepra kommt am meisten in Asien und Afrika vor. Dauerhaftes Vorkommen der Krankheit wird auch aus Mexiko, pazifischen Inseln u.a. gemeldet. Man kann sich mit Lepra durch direkten Kontakt mit dem Kranken anstecken. Möglich ist auch die Übertragung durch eine Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit der Lepra ist lang, es ist 1 – 40 Jahre. Dies wird durch langsame Vermehrung des Erregers von Krankheit verursacht.

Symptome

Beim großen Anteil der Menschen, die in den Kontakt mit Infektion kommen, kommt es zu keinem Krankheitsausbruch, denn bevor es zur genügenden Vermehrung der Bakterien kommt, entwickelt sich die Immunreaktion, die die Bakterien vernichtet.

Lepra tritt in einigen Formen auf:

  • Tuberkuloide Lepra – bedeutend sind Manifestationen der Lepra auf der Haut. Es erscheinen große, in der Anfangsphase purpurfarbige Flecke, in denen sich keine Bakterien befinden. Sie sind vorhanden vor allem auf dem Rumpf und Extremitäten, aber allmählich können sie zu „Landkarten” zusammenschließen. An solchen Orten kommt es zum Verschwinden der Hautempfindlichkeit, weil auch periphere Nerven betroffen sind. Die Knoten haben rote, gelbliche, violette bis braunviolette Farbe.
  • Lepromatöse Lepra – die Patienten haben symmetrische Hautknötchen – Leprome. Betroffen sind auch die Nervenstrukturen, die Haut ist unter den Lepromen unempfindlich und es kommt zu trophischen Veränderungen und Entstellung betroffener Teile. Noch dazu ist die Haut im Bereich von Lepromen durch Einfluß erhöhter Aktivität der Talgdrüsen fettig und glänzend. Die Leprome können ganz verschwinden oder ulzerieren. Die Geschwüre sind voll von Mykobakterien. Die Bakterien können sich auch in innere Organe verbreiten, vor allem in die Leber, Milz, Nebennieren und in die Lymphknoten.
  • Borderline–Form (lepra borderline) – Dieser Typ von Lepra weist die Anzeichen beider oben genannten auf.

Untersuchungen 

Diagnose bestimmt man je nach Symptomen und mikroskopischer Untersuchung eines entnommenen Gewebes aus Hautgeschwüren und Nerven. Weiter werden auch die Antikörperspiegel untersucht. Es ist möglich auch PCR (Polymerase–Kettenreaktion) durchzuführen, die das Vorhanden der bakteriellen DNS entdeckt.

Therapie 

Ein Hauptteil der Behandlung sind Antibiotika. Geeignet ist auch die Bewegungstherapie, denn im Verlauf der Leprainfektion kommt es zu Schäden von Nerven–, und Muskelstrukturen. Nach der Krankheit, die einen destruktiven Charakter hatte, kann man eine plastische Operation durchführen und abgestorbene oder verunstaltete Teile rekonstruieren.

Autor: Drahomíra Holmannová