Lungenpest

Die Lungenpest ist eine der Formen von Pest. Ihr Erreger ist Yersinia pestis. Aus der Historie sind bekannt große zerstörende Epidemien und Pandemien der Pest. Auch in heutiger Zeit ist die Krankheit nicht ausgerottet und immer erscheinen die Herde der Infektion. In der zweiten Hälfte des Jahres 2017 erschien Lungenpest auf Madagaskar. 

Lungenpest

Erreger der Lungenpest

Die Lungenpest wird vom gramnegativen Kokobazillus Yersinií pestis aus der Familie Enterobacteriaceae verursacht. Sein Reservoir sind warmblütige Tiere, am häufigsten Nagetiere. Es handelt sich um die zoonotische Infektion. Die angesteckten Tiere erkranken jedoch nicht, sie sind nur die Quelle der Infektion.

Übertragung und Verlauf der Infektion

Die pneumonische Form der Pest ist hoch ansteckend. Zur Ansteckung kommt es bei der Einatmung der Bakterie, also durch den Tröpfchenweg. Die Lungenform kann jedoch auch sekundär entstehen, d.h. die Bakterien können sich aus dem Bubon von Beulenpest auch in die Lungen verbreiten. Die Inkubationszeit beträgt 2 – 4 Tage.

Symptome

  • Fieber
  • Schwäche
  • Kopfschmerz
  • Schmerz auf der Brust
  • Verkürzter Atem
  • Husten
  • Das Abusten des blutigen Sputums
  • Blutungen ins Lungengewebe
  • Das Absterben, Nekrose des betroffenen Gewebes
  • Entstehung der Abszesse in den Lungen

Die Patienten sterben oft an akutem Distress Syndrom, wann es zum Verlust der Lungenfunktionen kommt (Patient ertickt), und an septischem Schock. Dazu kommt es, wenn Lungenpest nicht behandelt wird oder die Behandlung ist viel verspätet.

Diagnostik

Die Diagnostik der Lungenpest kann komplizierter sein als bei Beulenpest. Zuerst kann sie als Grippe und Lungenentzündung eines anderen Ursprungs aussehehen. Es fehlt also irgendein klassisches Merkmal, dass es sich um Lungenpest handelt.

  • Man entnimmt die Proben von Sputum, die aufs Vorhandensein der Bakterien untersucht werden
  • Serologie aufs Vorhandensein der Antikörper gegen Bakterie im Blut

Therapie

Zur Behandlung der die Lungen befallenden Pest werden Antibiotika angewendet. Am wirksamsten sind Chinolone, Streptomycin, Tetracycline, Chloramphenicol u.a. Antibiotika werden intravenös verabreicht.

Vorbeugung

Die Vorbeugung ist möglich nur durch Infektionsvermeidung, vorbeugende Verabreichung der Antibiotika, wenn es einen Verdacht gibt, dass man mit der Ansteckung in den Kontakt geriet. Den Impfstoff gibt es nicht.

Autor: Drahomíra Holmannová

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