Meningokokke

Neisseria meningitidis (auch meningococcus, Meningokokken) ist eine gramnegative diplokokale Bakterie, der Erreger eines Typs von Meningitis. Sie ist ein ausschließlich menschliches Pathogen, es wird also nur unter den Leuten übertragen. Die Meningitis von diesem Typ ist auch die Einzige, die die Epidemien hervorruft. Die Bakterie hat die Kaffeebohneform und ist unbeweglich. Die Meningokokken sind gegen das Sonnenlicht, Austrocknung auch gegen die Desinfektionsmittel empfindlich, gut vertragen sie aber niedrige Temperaturen.

Meningokokkus

in Latein: Meningitis, Neisseria meningitidis, Meningococcus, Meningokok

weitere Namen: Gehirnhautentzündung, Meningitis, Meningokokken - Meningitis, Meningitis Typ A, Meningitis Typ C

Symptome

Nackenversteifungschlagartiger Fieberanfallsubkutane Blutfleckchen

Diagnose

Die Meningokokken – Meningitis wird für eine aggressive und lebensbedrohliche Erkrankung gehalten, bei der es bis zu 9% der Fälle zum Tod führt. Die meistbedrohte Gruppe sind kleine Kinder von 1 bis 4 Jahren und Jugendliche. In letzten Jahren bewegt sich das Vorkommen der, von Meningokokkus verursachten Erkrankungen, zwar auf dem Krankenstandsniveau weniger als 1 pro 100.000 der Bewohner. Mehr Fälle erscheinen darüber in den kälteren Monaten, also die Zahlzunahme der Infektionen ist in den letzten zwei Monaten des Jahres zu erwarten.

Der Meningokokkus ruft vor allem eiterige Gehirnhautentzündungen und die Meningokokken – Sepsis (Blutvergiftung) hervor. Der Meningokokkus zirkuliert in der Population und nach den Berechnungen sind bis zu 15% der Menschen die Bakterienträger. Manchmal siedelt er sich einfach im Nasenrachenraum und bringt seinem Zwischenwirt nichts bei. Nicht jeder, wer der Meningokokkusträger ist, nämlich erkrankt, ja meistens weiß sich das Immunsystem mit Meningokokkus Rat und im Laufe einiger Wochen bis Monaten er wieder verschwindet. So ein symptomloser Träger kann aber empfindliche Personen anstecken, bei denen er die Erkrankung mit heftigem Verlauf hervorruft.

Symptome

Es ist nicht einfach, die Ansteckung von Meningokokkus zu erkennen. Trotz ihrem schnellen Verlauf geht´s um eine seltene Erkrankung, so dass auch keine Ärzte sie oft treffen. Ein Grundmerkmal können schneller Fieberanfall, starke Kopfschmerzen, Gekotze, Krämpfe, Durchfall, Bewusstseinsstörungen u.a. sein. Die Inkubationszeit ist relativ kurz, sie bewegt sich im Bereich von 1 bis 8 Tagen.

Therapie

Die bakterielle Meningitis ist in der ersten Reihe eine Erkrankung der kleinen Kinder und der Jugend. Der Erkrankungsverlauf ist so ernst, daß die Therapie in der Intensivpflegestation augenblicklich bereitzustellen ist. Die Therapie unterliegt einem speziellen System unter starken Antibiotikagaben und der Kontrolle der lebenswichtigen Organismusfunktionen. Nach der Feststellung des Meningitiserregers setzt die Therapie mit spezifischen Medikamenten fort. 

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