Peitschenwurm

Der Parasit Peitschenwurm (Trichuris/Trichocephalus) gehört in die Gattung der Nematoden und parasitiert im Dick–, und Blinddarm von Säugetieren. Die Krankheit, die der Peitschenwurm verursacht heißt Trichuriasis. 

Peitschenwurm

Parazit und Krankheit

Peitschenwurm ist ca. 30 – 55mm lang. Er hat keine Zwischenwirte. Die Eier, die das Weibchen legt, halten im Boden im Infektionszustand sogar 6 Jahre aus. Sie sind widerstandsfähig gegen ungünstiges Wetter. Es vernichtet sie erst die Temperatur über 50°C oder direkte Sonnenstrahlung und Auftrocknung. Die Eientwicklung verläuft auch bei Temperatur rund 6°C, wann die Entwicklung bis zu 210 Tage dauert, während bei optimaler Temperatur 37°C dauert sie 18 Tage.

Die Eier von Peitschenwurm geraten in den Körper durch kontaminiertes Wasser und Lebensmittel. Im Dünndarm löst sich die Eihülle auf und die Larven lockern sich ins Darmlumen. Erwachsene Einzelwesen niederlassen sich im Dickdarm. Larven werden reif während der ca. 3 Monate, dann sind sie fähig Eier zu legen. Die Eier von Peitschenwurm werden aus dem Körper mit Stuhl ausgeschieden.

Epidemiologie

Die meisten Angesteckten leben in den Tropen und Subtropen. Es handelt sich ums Gebiet der Asien und Afrika. In unseren Ländern kommt Trichuriasis selten vor, am häufigsten wird sie dann von Touristen aus den erwähnten Gebieten importiert. 

Symptome

Die die Trichuriasis begleitenden Symptome sind sehr abwechslungsreich. Infektion braucht sich durch keine Symptome zu manifestieren, andererseits kann es auch zu toxoallergischen Symptomen kommen. Die häufigsten sind aber lokale vom Peitschenwurm verursachte Schleimhautbeschädigungen. Auf der Darmschleimhaut kann es zur Entzündung, kleineren Blutungen aus der Darmwand oder zur Bildung der Geschwüre kommen. Dies manifestiert sich durch Verdauungsbeschwerden, Blähung, blutigen Stuhl, Durchfälle oder durchs Erbrechen.

Diagnostik

Die Krankheit wird aus der Stuhlprobe festgestellt. Darin können sich ausgeschiedene Eier von Peitschenwurm befinden. Seltener findet man in der Probe auch ein erwachsenes Einzelwesen. Obendrein kann dann im Blutbild Anämie erscheinen und erhöhte Anzahl der Eosinophilen (eine Art von Immunzellen).

Therapie

Zum Glück ist diese parasitäre Erkrankung heilbar. Man nimmt Medikamente ein, die wenig aus dem Darmtrakt ausgeschieden werden und so bleiben sie dort und vertilgen die Parasiten. Es handelt sich z.B. um Mebendazol bekannt als VERMOX, der 3 – 6 Tage eingenommen wird. Meistens kommt es aber nicht zur vollständigen Vertilgung des Peitschenwurms. Die Stuhluntersuchung wird wiederholt und es wird ein weiterer Zyklus von Antiparasitika verabreicht.

Vorbeugung

Achten Sie auf Hygiene, waschen Sie gründlich die Lebensmittel, trinken Sie verpacktes Wasser.

Autor: Drahomíra Holmannová

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