Tetanus

Tetanus ist eine Infektionskrankheit, die sich durch schmerzhafte Krämpfe der Skelettmuskulatur manifestiert. 

Vorbeugende Tetanusimpfung

in Latein: Tetanus

weitere Namen: Genickstarre, Wundstarrkrampf, Nackenstarre

Symptome

Atemnoterhöhte TemperaturMuskelkrämpfeMuskelsteifheitSchluckstörungen

Diagnose

Erreger

Tetanus wird durch Infektion von der Bakterie Clostridium tetani bewirkt, was eine anaerobe Bakterie ist, die sich im Boden und in den Därmen von Säugetieren befindet. Clostridium produziert ein Toxin, das sog. Tetanotoxin, das hinter den tonisch – klonischen Tetanus – Krämpfen steht.

Das Toxin kann in den Körper von außen geraten, beim Kontakt mit kontaminiertem Boden, wann man verwundete Haut hat, oder von innen, wenn es von Bakterien produziert wird, die im Organismus sind.

Verlauf

Tetanotoxin gerät in den Blutkreislauf und in die Lymphwege, wodurch es  über den Organismus auch zu neuromuskulären Endplatten, Nervenbündeln und ins zentrale Nervensystem weiterverbreitet wird. Tetanotoxin hemmt die Freisetzung der inhibitorischen Neurotransmitter – GABA und Glycin, was zum Rückgang der Reizschwelle von Motoneuronen führt. Das Ergebnis sind dann tonisch – klonische Krämpfe. 

Falls der Organismus dem Toxin länger als 5 Tage ausgesetzt ist, folgt die Demyelinisation der Axone von Nervenzellen, manchmal auch Blutungen.

Symptome

Bevor typische Symptome erscheinen, haben die Patienten steife Muskeln, Schlaflosigkeit, sind unruhig und schwitzen. Dann kommen die Krämpfe hinzu. Zuerst werden die Gesichtsmuskeln betroffen, auf dem Gesicht erscheinen krampfartiges Lächeln und Krampf in den Kiefermuskeln – Trismus. Mit der Entwicklung von Tetanus stellt sich weiter eine Behinderung der Rückenmuskeln ein, was bogenförmig verbogenen Rücken (Opisthotonus) bewirkt. Mit der senkenden Reizschwelle leidet der Patient an Hyperreflexie und ist überempfindlich. Eine lebensbedrohende Komplikation von Tetanus kann Laryngospasmus sein. Der Patient verliert die ganze Zeiz lang nicht das Bewusstsein, hat Beklemmung und physische auch psychische Agonie.

An Tetanus stirbt nach ca. 3 – 5 Tagen ein hoher Anteil der Patienten, und zwar auf Grund der Krämpfe und Herzenversagens.

Diagnose

Tetanus hat ein ganz bezeichnendes klinisches Bild. Die Diagnose von Tetanus ist durch die Blutproben zu bestätigen – durch den Befund von spezifischen Antikörpern und den Abstrich aus einem Unterteil von Wunde, aus dem eine Kultur durchgeführt wird. 

Therapie

Es ist sehr wichtig möglichst bald die Wunde zu desinfizieren, die ein Eingangstor für die Bakterien ist. Weiter wird ein antitetanisches menschliches Immunglobulin beim schon verläufenden Tetanus verabreicht. Es werden auch Antibiotika und Muskelrelaxantien verabreicht, manchmal ist nötig auch eine Atemunterstützung.

Prognose

Auch in heutiger Zeit ist die Sterblichkeit auf Tetanus sehr hoch, man gibt an, daß bis zu 50% der Fälle mit Tod endet.

Vorbeugung

Zum Unterschied von vielen anderen Krankheiten kommt es nach durchgemachtem Tetanus zu keiner Entwicklung der Immunität.

Die wirksamste Vorbeugung gegen Tetanus ist Impfung. Man impft mit Tetanustoxoid.

Der Impfung werden schon die Säuglinge unterzogen, sie ist ein Bestandteil von hexavalentem Impfstoff.

Autor: Drahomíra Holmannová

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