Blutbildung

Die Blutbildung ist die Bildung der Blutzellen. Ihre ständige Erneuerung wird durch Prozess der Blutbildung gesichert und zum größeren Teil unseres Lebens entstehen diese Zellen im Knochenmark. Die Stammzellen des Blutes entstehen also im Knochenmark und bewohnen es und noch dazu ermöglichen sie die Entstehung aller Blutelemente. Es handelt sich um die Zellen, die fähig sind sich ständig zu erneuern.  

Orte der Blutbildung

Die ersten Blutzellen bilden sich bereits während drei Wochen des Lebens von Embryo in den Blutansammlungen und im Dottersack außerhalb des eigenen Embryos. Während der nächsten Entwicklung verschiebt sich die Blutbildung in die Milz, Leber und Lymphknoten. Zum Schluss wird der Ort der Blutbildung endgültig nur zum Knochenmark.

Unter Milliarden der Blutzellen gibt es auch eine kleine Gruppe der Stammzellen, die die Vorratskammer der weißen und roten Blutkörperchen auch der Blutplättchen ist. In der Fachwelt ist schon bekannt, dass 1 Liter Blut erwachsener Person enthält etwa 6 Milliard weißer Blutkörperchen und 5 Billionen roter Blutkörperchen und täglich erneuert sich ca 50 Milliliter Blut. 

Blut enthält diese häufigste Komponente: 

  • rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • weiße Blutkörperchen (Leukozyten) – T-Zellen, B-Zellen und Makrophagen
  • die Blutplättchen

Wie entsteht unser Blut

Im menschlichen Körper bilden sich jährlich ungefähr 18 Liter Blut heraus. Es geschieht durch Leistung der Stammzellen, die die riesige Fähigkeit haben, sich zu vermehren. Nach der Teilung einer mütterlichen Stammzelle ist eine Tochterzelle völlig gleiche wie die ursprüngliche Zelle. Während des Prozesses der Selbsterneuerung wird sie wieder zur Stammzelle. 

Und was passiert mit der zweiten Tochterzelle? Es ist im Grunde der Kernpunkt der Sache, also der Blutbildung. Die zweite Tochterzelle, die durch Teilung der primären Stammzelle entstand, wird zum Elternteil der Milliarden Blutzellen. Diese Zellen beginnen sich immer mehr einem bestimmten Blutzelltyp zu ähneln. Das Ziel dieses Prozesses ist die Entstehung der endgültigen Art des Blutkörperchens.

Alle Blutkörperchen in unserem Körper haben also eine gemeinsame mütterliche Stammzelle, die die weißen auch roten Blutkörperchen enstehen lässt.  

Wozu dienen die Blutkörperchen und Blutplättchen?

1) Weiße Blutkörperchen also Leukozyt ist eine Blutzelle, die sich an dem Funktionieren des Immunsystems beteiligt. Weiße Blutkörperchen sind fähig gegen Viren, Bakterien, anderen Pathogenen und überhaupt gegen allen fremden Organismen im Körper zu kämpfen.

2) Rotes Blutkörperchen also Erythrozyt ist die üblichste Blutzelle. Rote Blutkörperchen beteilgen sich vor allem an dem Austausch des Sauerstoffs und Kohlendioxids und den Sauerstoff übertragen sie aus den Lungen in übrige Körpergewebe. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der aus der Eisen–, und Proteinkomponente besteht.

3) Das Blutplättchen also Thrombozyt ist ein kernloses Körperchen. Es hat die Fähigkeit zu verklumpen, womit es sich an dem Stillstand der Blutung und Blutgerinnung beteiligt. Die Blutplättchen sind eine ständige Blutkomponente und Blut enhält sie etwa 150-450 Tausend pro Mikroliter.

Therapie der Blutbildungstörungen

Manche Blutbildungstörungen kann man mit Knochenmarktransplantation behandeln, jedoch zuerst müssen ungesunde Stammzellen vernichtet werden. Mit dem gesunden Knochenmark werden dann auch ubeschädigte Blutstammzellen, die wieder von Anfang an den Prozess der Bildung der Blutzellen starten. Dieser sehr schwierige und anspruchsvolle Eingriff wird seit 1968 durchgeführt.