Arthrose

Lateinisch: Artrosis

Weitere Namen: Osteoarthrose, Gonarthritis, Koxarthrosis, Risarthrose, degenerative Osteoarthrose, osteoartrosis, Arthrose oder Osteoarthritis

Krankheiten mit diesem Symptom

Arthrose der Wirbelsäule

Symptome

Gelenkschmerz Gelenkschwellung Gelenksteifheit Hautrötung über dem Gelenk Hinken Kribbeln

Betrifft Körperteil

Gelenke

Diagnose

M15 M16 M17 M18 M19

Fachgebiet

Die Arthrose ist eine chronische degenerative Gelenkerkrankung. Häufig handelt es sich um große tragfähige Beingelenke und um kleinere Handgelenke. Zur Zeit stellt Arthrose häufigste Gelenkeerkrankung dar und betrifft vor allem ältere Einzelwesen (an Arthrose leiden bis zu 70% der Menschen über 65 Jahre),aber aus der Gesamtansicht leiden daran öfter die Frauen. Leider  nicht einmal moderne Medizin des 21. Jahrhunderts kennt immer noch keine Arthroseursachen.

Arthrose-Röntgenbilder

Es sind uns nur manche Risikofaktoren bekannt, die die Wahrscheinlichkeit, diese Krankheit zu bekommen, erhöhen. Bei Arthrose der Kniegelenke handelt es sich um Übergewicht, Alter, Geschlecht und um Überbelastung in Arbeit oder in manchen Sportarten wie Tennis, Squash, Fußball oder Hockey. Kleinere Rolle spielt Übergewicht bei Hüftgelenkearthrose. Hier ist es wichtig, mechanische (schwere physische Arbeit und Überbelastung beim Sport) und erbliche (Entwicklungsstörungen der Gelenke) Faktoren zu folgen. Bei Arthrose der Handgelenke haben das größte Risiko gerade erbliche Faktoren.

Arthrose ist sehr gefährlich darin, daß ihr ihre erste Merkmale meistens gar nicht fühlt. Als erster wird der Knorpel befallen, der bei gesundem Gelenk, zusammen mit zum Knochen anliegendem Knorpel zu Gewichtübertragung bei gegenseitiger Knochenbewegung Dienste leistet. Beide Knorpel sind in Umschlag, genannten Gelenkkapsel verschlossen, die eine aneinander Knorpelreibung ohne größere Beschädigung Schmiere enthält. Einsamer Knorpel ist nicht innerviert. Das bedeutet,daß man normalerweise keine Knorpelreibung fühlt. Bei dem mit Arthrose Knorpelanfall  kommt es zu Änderungen seiner mechanischen Eigenschaften. Seine Oberfläche beginnt sich in den Belastungsbereichen, oder auf ganzem Gelenk zu verkleinern,und es kann bis zu seinem gesamten Zerfall oder Verschwindung kommen. Dieser Prozess kann bis einigen Jahren ohne offensichtliche Schmerzen dauern. Nach völliger Knorpelentwerfung bleiben die Knochen in Gelenkkapsel unbedeckt und reiben aneinander. Jetzt treten die Schmerzen im Gelenk bei Bewegung ein. In der zweiten Phase wehrt sich der Knochen gegen unnatürliche Reibung mit kleinen Auswüchsen (Osteophyten), die die Situation noch verschlechtern und durch allmähliches Eingraben in anliegenden Knochen den Schmerz verschärfen. In der letzten Phase können die Anschwellungen, Gelenkerwärmung oder Entzündungsmerkmale und Vergrößerung der Gelenkkapsel infolge der Vermehrung von Gelenkflüssigkeit entstehen.                                                

Grundmerkmale der Arthrose sind  die Schmerzäußerungen, Steifheit, begrenzte Beweglichkeit oder Gelenkdeformität. Gelenkvergröberung ist klares Kennzeichen der Knochenauswüchse. Arthrose der Kniegelenke macht sich durch anstrengenden Schmerz  (das Gehen auf  einem unebenen Terrain, das Treppensteigen, das Treppabgehen) bemerkbar. Gewöhnlich erscheint auch das Weh eines Startzeichens. Das bedeutet gleich am Morgen  oder nach längerer Ruhe. Nach dem Aufwärmen der Schmerz bis nächste Ruhepause (z.B. nach langem Sitzen) schwindet. Danach kann auch die Anschwellung sichtbar werden. Gegen morgen oder nach längerer Ruhe kann auch das Gefühl der Gelenksteifheit eintreten. In fortgeschrittenen Stadien überdauert der Schmerz im Ruhestand oder auch während des Schlafs.                                                 Die Handarthrose verläuft unterschiedlich. Es gibt hier häufige Ablösung der Krankheitsaktivität und Ruhezeit. Die Gelenke sind geschwollen,schmerzhaft und es gibt hier häufige Frühsteifheit. Nicht selten kommt es zu Deformitäten.                                 

Das Risiko zu mildern oder Arthrosefortgang zu verlangsamen ist durch Übergewichtreduktion, richtige Lebensart, Turnübung (die die Muskelschwäche verhindert) und durch präventive Fachmannsbesuche möglich.                       
 

Veröffentlicht: 09.04.2012 · Aktualisiert: 17.06.2015

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