Bruch des Hüftgelenks (Oberschenkelhalsbruch)
Diagnose
Die Brüche des Hüftgelenks oder Oberschenkelhalses gehören in der Orthopädie und Traumatologie zu den häufigsten Diagnosen. Sie werden praktisch täglich diagnostiziert. An diesem Bruch leiden jährlich sehr viele Menschen.
Der Bruch ist immer eine große Belastung für den Patienten, denn er bringt das Risiko vieler Komplikationen mit. Ihre Folge ist die hohe Sterblichkeit, die vergleichbar mit z.B. Schlaganfallsterblichkeit ist. Die Brüche des Hüftgelenks sind deshalb nicht nur ein medizinisches sondern auch ein soziales und ökonomisches Problem.
Arten von Brüchen
Gemäß der anatomischen Lokalisation teilt man die Brüche ein in:
- Brüche des Gelenkkopfes: es handelt sich um eine seltene Art von Brüchen, die bei Unfällen entstehen und die Hüftgelenkluxation begleiten. Ihre Diagnostik ist auf einer gewöhnlichen Röntgenaufnahme nicht immer einfach, die Fraktur des Gelenkkopfes wird oft erst während des CT entdeckt.
- Die Oberschenkelhalsbrüche sind typisch für zwei Gruppen von Patienten. Die erste und kleinere Gruppe bilden meistens junge Männer nach Sportverletzung, Verkehrsunfall oder nach Sturz aus der Höhe. Die zweite größere Gruppe wird gewöhnlich von älteren Frauen um 80 Jahre herum gebildet, die die Anamnese eines üblichen Sturzes zu Hause oder draußen haben. Angesichts des Unterschieds des Gesamtzustandes und Qualität des Knochengewebes dieser Gruppen unterscheidet sich deutlich auch das therapeutische Vorgehen. Einen Sturz pro Jahr machen die Frauen im Alter von 60–65 Jahren durch, jedoch im Alter von 80–84 Jahren bereits jede dritte Frau und jeder dritte Mann.
Was verursacht die Brüche des Hüftgelenks?
Die Wahrscheinlichkeit des Hüftbruchs erhöhen das Alter, Erkrankungen und weibliches Geschlecht. Sobald man das Alter von 50 Jahren erreicht, erhöht sich schnell die Wahrscheinlichkeit dieser Verletzung und alle fünf bis sechs Jahre verdoppelt sie sich.
Die Knochen mit zunehmendem Alter werden schwächer, vor allem bei Frauen. Die die Zerbrechlichkeit verursachende Osteoporose und leichte Hüftbrüche betreffen schätzungsweise mehr als 200 Millionen Frauen in der ganzen Welt. Bei Osteoporose wächst ziemlich das Risiko des Knochenbruchs während des Sturzes. Die Stürze verursachen bis zu 90 % der Hüftbrüche.
Therapie
Beim Hüftbruch ist fast immer eine sofortige Operation notwendig. Die Art des Eingriffs hängt jedoch davon ab, um welche Fraktur es sich handelt. Wenn es zum Bruch des Oberschenkelhalses kam, ist es möglich, die abgebrochenen Stücke zu reponieren und sie durch innere Fixation zu verbinden. Jedoch die Fraktur quer durch den Oberschenkelhals, die die Blutzufuhr in den Oberschenkelkopf unterbricht, kann bis zur Nekrose führen. Aus diesem Grund bevorzugen manche Ärzte die Hüfttotalendoprothese (Endoprothese).




