Prostatavergrößerung
Lateinisch: Hyperplasia prostatae
Weitere Namen: Prostatitis, Prostatahyperplasie, Hyperplasie der Prostata, benigne Prostatahyperplasie, BPH, Adenomatose
Symptome
Diagnose
Fachgebiet
Die Prostata, oder Vorsteherdrüse, ist eines der Organe des Fortpflanzungssystems. Sie befindet sich nur bei Männern und liegt zwischen dem Mastdarm und der Harnblase. Bei gesunden Individuen ist sie ungefähr so groß wie eine Walnuss. Das Drüsengewebe der Prostata produziert eine weißliche Flüssigkeit, die den umfangreichsten Teil von Ejakulat bildet.
Symptome der Prostatavergrößerung
Die Größe von Prostata ändert sich angesichts des Alters. Leider bei immer mehr Männern fängt ein Prozess der sog. Prostatahyperplasie an, bei dem es zu einem weiteren Wachstum kommt und dadurch zum Druck auf die Harnblase und Harnröhre. Genau die Beschwerden beim Harnen sind der häufigste Indikator für Prostatabeschwerden. Man spricht von intermittierendem Harnen, schwachem Harnstrahl und einem Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung. Es können auch häufigeres Harnen in kürzeren Intervallen nacheinander, Harndrang oder Schmerz und Brennen beim Harnen erscheinen.
- Häufiges Harnen
- Schwacher Harnstrahl und Abtropfen des Harns nach einer Blasenentleerung
- Problematische Entleerung
- Schmerzen und Brennen beim Harnen
- In einem fortgeschrittenen Stadium die Harnsteine in der Harnblase oder eine schwere chronische Harnröhrenentzündung
Untersuchungen
Nach dem 40. Lebensjahr sollten sich alle Männer einer der angeführten Untersuchungen unterziehen:
- Besprechung mit dem Arzt – Auswertung der Störung und ihrer Einwirkung auf die Lebensqualität.
- Untersuchung per rectum – der Arzt führt einen Finger in den Mastdarm ein und untersucht auf die Größe, Oberfläche, Unebenheiten und die Knoten in der Prostata. So eine Untersuchung sollte man einmal pro Jahr durchführen.
- Blutuntersuchungen – bei ihnen misst man einen PSA – Spiegel (prostataspezifisches Antigen). Die erhöhten Werte zeigen die Prostatahyperplasie an und hohe Spiegel gibt es bei Prostatakrebs. Diesen Test sollte man einmal pro Jahr nach dem 50. Lebensjahr wiederholen.
- Laboruntersuchungen – allgemeine Harnuntersuchung, Biochemie, PSA – Konzentration im Serum, usw.
Bei einem Verdacht auf die Prostatavergrößerung sind weitere Tests nötig:
- Retentionstest – in die Harnblase führt man nach der Blasenentleerung einen Katheter ein und misst das Harnvolumen, das dort noch geblieben ist.
- Ultraschalluntersuchung – mithilfe der Ultraschallwellen mit hoher Frequenz zeigt sich die Prostata und umliegende Organe von kleinem Becken.
- Zystoskopie – eine optische Untersuchung der Harnblase mit einem Spezialgerät.
Therapie
Bei Nichtbehandlung so eines Zustands kann es bis zur Situation kommen, wann die Harnröhre derart gedrückt durch vergrößerte Prostata ist, dass aus ihr eine kleine Menge ausfließt, wenn die Harnblase schon voll ist. Dieser Zustand ist sehr schmerzhaft und Sie haben das Gefühl, dass Sie sich jeden Moment nass machen. Deshalb erfordert der so fortgeschrittene Zustand eine radikale Therapie.
Während der Therapie von Harnwegsinfektionen werden Antibiotika und die den Harnfluss verbessernden und die Frequenz des Harndrangs reduzierenden Präparate verwendet.
Etwa in 10 % der Fälle der Prostatavergrößerung empfiehlt man einen chirurgischen Eingriff, der in der Entfernung eines Hindernisses liegt, das durch die vergrößerte Prostata verursacht wurde.
Vorbeugung
Es gibt keine Vorbeugung, aber die Prostatavergrößerung ist durch Einnahme der Medikamente oder Pflanzenpräparate zu beeinflussen. Die Komplikationen sind vorzubeugen, wenn sich ein Mann nach dem 40. Lebensjahr den regelmäßigen Untersuchungen unterzieht.
Die Prostataerkrankungen manifestieren sich langfristig. Wenn Sie an Problemen mit dem Harnen leiden und diese steigern sich oder andauern, besuchen Sie den Arzt.




