Tourette-Syndrom

Das Tourette–Syndrom ist eine angeborene neurologisch – psychiatrische Erkrankung, die in der Kindheit beginnt. Am häufigsten erscheint sie zwischen dem 6. – 7. Jahr. Die Hauptmanifestationen sind akustische und körperliche Tics. Oft wird es auch von weiteren Verhaltensstörungen begleitet, wie hyperaktive Aufmerksamkeitsstörung, Zwangsstörung usw. Es ist nötig sich bewusst zu werden, dass es sich um keine Unsitte oder Ungezogenheit handelt.

Tourette - Syndrom bei einem Kind

Ursachen

Das Wesen der Krankheit ist nicht ganz bekannt. Es ist möglich, dass eine Rolle die Genetik spielt. Wahrscheinlich ist, dass es sich um Störung der Hirnkerne – Basalganglien handelt. Eine Rolle können auch äußere Reize während der Schwangerschaft spielen – Stress, Alkohol.

Symptome

1. Tics ‒ zwanghafte Tätigkeiten, die plötzlich entstehen und sich wiederholen. Es sind gewöhnlich:

  • Bewegungen in Form von Blinzeln, Zuckungen mit dem Kopf oder Extremitäten, Grimassen
  • das Ausstoßen verschiedener Geräusche, das Ausschreien der oft vulgären Wörter – Koprolalie, Gehuste, Gegrunze, Pfeifen.

2. Hyperaktivität

Diagnose zur Bestimmung des Tourette–Syndroms

Bei der Bestimmung der richtigen Diagnose ist die Zusammenarbeit eines Neurologen und Psychiaters notwendig. Es werden physikalische Untersuchung, EEG, CT oder MRI durchgeführt, um die Veränderungen im Gehirn oder Epilepsie auszuschließen.

Therapie

Der Behandlungsplan hängt von der Schwere der Symptome ab. Wenn die Symptome leicht sind, braucht man nicht zu behandeln und es ist möglich, dass die Symptome im Laufe der Pubertät selbst verschwinden. Bei den schwereren Formen von Tourette–Syndrom ist es möglich, die Psychotherapie oder Medikation in Form von Antipsychotika anzuwenden.

Es ist nötig den übermäßigen Stress zu vermeiden, verschiedene Aktivitäten und Hobbys zu entwickeln. Bei vielen Tätigkeiten kommt es zur Unterdrückung der Symptome von Tourette–Syndrom.

Die meisten Leute mit diesem Syndrom ordnen sich ohne Probleme in die Gesellschaft ein, studieren, üben einen Beruf aus.

Autor: Drahomíra HolmannováVeröffentlicht: 14.03.2017

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