Rutin (Vitamin P)

Rutin ist eine der Verbindungen der Bioflavonoid-Glykoside und auch als Vitamin P. bekannt. Es handelt sich um ein pflanzliches Flavonoid, von denen derzeit mehr als 4000 verzeichnet sind.

Rutin (Vitamin P)

Flavonoide färben viele Gemüse- und Obstsorten, aber auch Pflanzen, für die antioxidative Eigenschaften typisch sind, dank derer sie freie Sauerstoffradikale beseitigen können, die die Lipidperoxidation verhindern, welche eine wichtige Vorbeugung gegen die oxidative Schädigung biologischer Strukturen darstellt, die eine Arteriosklerose oder viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen können.

Charakteristik

Dieses pflanzliche Flavonoid sorgt für die Elastizität der Gefäßwand, schützt sie vor Brüchigkeit und kann dadurch die Möglichkeit der Ablagerung von LDL-Cholesterin und die Bildung sogenannter atherosklerotischer Streifen verhindern. Dort, wo die Gefäßwand gesund und fest ist, gleitet das Cholesterin nur hindurch.

Einfluss auf die Gesundheit

Das sollte man im Gedächtnis behalten, denn geschädigte Gefäße sind ein idealer Ort für die Ablagerung von LDL-Cholesterin. Rutin wirkt sich auch auf das Blut aus, das es in einer guten Konsistenz hält, es im Grunde verdünnt und auch seinen Kreislauf erleichtert, was vor allem dem Gehirn und dem Herzen zugutekommt. Rutin fördert außerdem die Aufnahme und bessere Verwertbarkeit von Vitamin C.

Eine sehr reichhaltige Quelle einer ganzen Reihe von Flavonoiden sind Waldfrüchte. Rutin ist ein Antioxidans, und wenn Sie insbesondere unter einer Autoimmunerkrankung, Hämorrhoiden, Nasen- und Zahnfleischbluten sowie Krampfadern leiden, empfiehlt sich im Sommer ein Vorrat an Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren sowie Sauerkirschen, Süßkirschen, Erdbeeren und Johannisbeeren. Alles lässt sich gesund einfrieren und konservieren, und wenn Sie einen Dörrautomaten haben, auch trocknen.

Vorkommen von Rutin

Rutin wurde im Jahr 1842 in den Blättern der Weinraute entdeckt. Die bedeutendsten Quellen von Rutin sind der Echte Buchweizen, der Japanische Schnurbaum und die Weinraute. Es ist außerdem in Tomatenschalen, in Spargel, in der Schale von Zitrusfrüchten, in Pfirsichen, Nektarinen, in der Apfelschale, in Waldfrüchten, Bananen, Kiwis sowie im Aufguss von schwarzem und grünem Tee enthalten.

Buchweizen ist die reichhaltigste Rutinquelle

Buchweizen ist in Mitteleuropa die reichhaltigste und zugleich natürlichste Rutinquelle. Sein Gehalt im Buchweizen hängt von der Buchweizensorte und der Menge des Sonnenlichts ab. Die Rutinmenge ist in den verschiedenen Teilen der Pflanze unterschiedlich. Am meisten kommt es in den Blüten, Blättern und Stängeln des Buchweizens vor. Die Samen enthalten zwar weniger davon, dafür bekommt man jedoch leichter ein Kilo Buchweizensamen als ein Kilo Blüten. Zum Vergleich: 100 g Samen enthalten etwa 20 mg Rutin und 100 g Blüten etwa 200 bis 400 mg Rutin. Durch die thermische Verarbeitung des Buchweizens verringert sich der Rutingehalt jedoch.

Buchweizen lässt sich süß oder herzhaft zubereiten. Auf dem Markt finden Sie mehrere Buchweizensorten, die zur weiteren Verarbeitung bestimmt sind:

  • mechanisch geschälter Buchweizen genannt Bruchbuchweizen, dessen Samen hellgrün sind,  
  • thermisch geschälter Buchweizen, der bräunliche Samen hat,
  • ungeschälter Buchweizen, der durch eine harte und unverdauliche Schale geschützt ist und zum Keimen verwendet wird. 

Und zum Schluss ein Rezept für Buchweizenmilch:

Zutaten:

  • 500 ml heller Buchweizen
  • 500 ml Wasser
  • getrocknete Vanille
  • 1 Esslöffel Honig

Weichen Sie den Buchweizen über Nacht in Wasser ein und mixen Sie ihn anschließend. Mixen Sie ihn in demselben Wasser, in dem der Buchweizen geruht hat. Dadurch bewahren Sie möglichst viel Rutin. Sobald alles gemixt ist, seihen Sie die Milch ab und schmecken sie mit getrockneter Vanille und Honig ab. 

Veröffentlicht: 14.07.2026

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