Wochenbett

Wir gratulieren, es wurde Ihnen das schöne Baby geboren, das 24 Stunden lang Ihre Sorge braucht. Es ist auf Sie ganz angewiesen und in den nächsten Wochen werden Sie lernen, für es zu sorgen und mit ihm zu kommunizieren. 

Wochenbett

Das Wochenbett ist einer der schwersten Zeiträume, die die Frau erlebt. Alle praktischen, emotionellen und physischen Aspekte zu verzahnen ist sehr anspruchsvoll. Deshalb scheuen Sie sich nicht, den Vater und dann die ganze Familie einzubeziehen. Es kommt auf Sie an, wie Sie das Wochenbett erleben. 

Was geschieht mit Ihrem Körper im Wochenbett

In sechs Wochen fällt der weibliche Körper in den alten Trott zurück. Es ist ein sehr anspruchsvoller Prozess, der allmählich voranschreitet und es schafft, den Körper makellos in den ursprünglichen Zustand zurückzuführen.

  • Gebärmutter – während der Schwangerschaft vergrößert sich die Gebärmutter von einem Gewicht von 50 – 60g auf ca.1kg und von einem Volumen von ca. 2 – 3ml auf 5000 ml. Es ist der einzige Muskel, der sich im menschlichen Körper in so kurzer Zeit zu vergrößern schafft. Nach dem Wochenbett kehrt die Größe zu den ursprünglichen Werten zurück. Während des Stillens zieht sich die Gebärmutter zusammen, deshalb können Sie die ersten Tage nach Geburt leichtere aber auch stärkere Kontraktionen fühlen.

  • Gebärmutterhals – während der Geburt verschwindet der Gebärmutterhals. Nach der klassischen Geburt verschließt er sich nie ganz und immer bleibt er mäßig geöffnet.

  • Scheide – weil das Baby durch die enge Scheide hindurchgehen muss, auch sie dehnt sich während Geburt sehr aus und muß zurückkehren. Manchmal geschieht es so nicht, und es sind notwendig spezielle Hilfsmittel oder sogar ein ärztlicher Eingriff. Auch nach einigen Kindern brauchen Sie sich nicht zu fürchten, dass Sie die Scheide ausgeweitet hätten, elastische Eigenschaften der weiblichen Geschlechtsorgane sind vollkommen. Es braucht nur Zeit und Pflege.

  • Brüste – diese können sich einige Wochen oder Tage aufs Stillen vorbereiten. Sie können das Kribbeln, Spannung oder sogar die Sekretion der Vormilch fühlen. Wenn Sie lange stillen werden, können die Brüste die ganze Zeit des Stillens anschwellen. Nach einer Zeit gewöhnen Sie sich, Sie werden Freude haben, dass Sie genug Milch haben.

  • Bauch – die unangenehmen Schwangerschaftsstreifen cremen Sie ein und allmählich beginnen Sie mit der Stärkung, zuerst der schiefen Bauchmuskeln.

Was geschieht mit der Psyche

Die Psyche erlebt wohl die größte Veränderung, die die Frau bemerken kann. Eine Flut von Hormonen tut das Seine, und deshalb ist die Frau sehr zerbrechlich, aber zugleich stark und vorbereitet, sich um das Baby zu kümmern. Sie kann weinerlich, bänglich, lächelnd, hysterisch sein und diese Stimmungen können sich wie auf dem Karussell wechseln. Alles ist neu und auch wenn Sie hinter sich einige Geburten haben, immer werden Sie eine neue Aufgabe lösen müssen, weil jedes Kind ein Original ist. Wenn auch Sie in aller Seelenruhe sind, wird sich auch Ihr Baby sicher fühlen. 

Praktische Ratschläge und Tipps

Die Lochien sind ein hoch infektiöses Material und es ist notwendig gründlich auf Hygiene zu achten. Denken Sie daran, dass sich die Blutung hauptsächlich während des Stillens vergrößert, deshalb nehmen Sie vor jedem Stillen eine größere Schicht von Damenbinden.

Die Stimulation der Brustwarzen mit Hand ist eine sehr wichtige Tätigkeit für die Förderung des Stillens. Nehmen Sie verschiedene Tees und Milchcocktails für stillende Mütter ein, mit der Einnahme der Homöopathika und Kräuter vorsichtig.

Wenn Sie auf den Brustwarzen weiße Fleckchen entdecken, diese können als die Bläschen aussehen, verwenden Sie augenblicklich Gentianaviolett und reiben Sie damit den Mund des Babys aus. Wenn sich der Zustand innerhalb zwei bis drei Tage nicht verbessert, beginnen Sie ein Antimykotikum zu verwenden.

Vergessen Sie nicht die Stärkung des Beckenbodens, die Übungen können Sie regelmäßig schon im Entbindungsheim beginnen. In manche Entbindungsheime kommt die spezialisierte Krankenschwester, die Ihnen die Übungen erklärt und vorführt.

Autor: Lucie Kliková, DiS.Veröffentlicht: 19.02.2018

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