Histamin - Intoleranz

Um richtig die Kompliziertheit dieser Krankheit zu verstehen, ist nötig zuerst zu begreifen, was Histamin eigentlich ist und warum es für unseren Körper nützlich ist.

Histamin - Intoleranz (HIT)

Was ist Histamin?

Es handelt sich um ein Hormon, das der Körper einerseits selbst produzieren kann und anderseits wird es aus der Nahrung gewonnen. Histamin ist ein Neurotransmitter, das von vielen Zellen des menschlichen Körpers produziert wird, am meisten jedoch von Nervenzellen und weißen Blutkörperchen. Histamin kommt am meisten auf der Haut, in Lungen und in Därmen vor. Wenn es daran einen Überschuss gibt und reagiert auf ein Allergen, können in einem lokalen Bereich Schwellung, Rötung und Ausschlag entstehen. Wenn es noch in größerem Maße erscheint, kann es bis zum anaphylaktischen Schock kommen.

Wozu ist Histamin gut?

Histamin wirkt auf glatte Muskulatur, kann Gefäße verbreiten, verstärkt die Kontraktionen von Gebärmutter und Bronchien, es ist ein Neurotransmitter (Übertragung der Erregungen) im Gehirn.

Wann es im Gegenteil schadet?

Wenn während einer allergischen Reaktion eine überflüssige Histaminmenge geschwemmt wird, entstehen alle oben angeführten Prozesse und dies kann zu sehr unangenehmen Schwellungen bis zum Tod führen. Zur Unterdrückung dieser Reaktion werden Antihistaminika eingenommen.

Histamin – Intoleranz

Eine Erkrankung, die am häufigsten Frauen in mittleren Jahren betrifft. Das Prozent der Patienten wird auf  2 – 3 % geschätzt. Es handelt sich um eine Erkrankung, wann ein Ungleichgewicht zwischen dem Abbau und der Zufuhr von Histamin vorhanden ist.

Ursachen der Krankheitsentstehung

Bisher weiß man ganz nicht, warum dieses Ungleichgewicht entsteht. Es könnte sich aber auch um eine Erbkrankheit handeln.

Symptome

  • Verdauungsbeschwerden – Bauchschmerz, Durchfälle, Blähungen, Krämpfe, Erbrechen
  • Neurologische Probleme – Kopfschmerz, Schwindel, Nausea
  • Hautprobleme – Schwellungen, Ausschlag, Rötungen, erhöhte lokale Temperatur
  • Atmungsprobleme – Atemnot, Husten, Schwellungen der Nasenhöhle
  • Brennen und Tränen der Augen
  • Herzbeschwerden – Arhythmie, Herzklopfen, erniedrigter Blutdruck
  • Menstruationsstörungen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Stimmungsstörungen

Diagnose 

Wenn Sie an manchen der oben angeführten Beschwerden leiden und Ihre Probleme sich noch dazu in einem Zeitabschnitt oder nach Verzehr eines Essens verschlechtern, dann ist sicher gut sich eine fachliche Untersuchung bei einem Allergologen oder Immunologen zu sichern. Aufgrund der Blutentnahme und der sog. Pricktests, wann man Ihnen in den Unterarm einige der häufigsten Allergene einsticht, wird nach Ihrer Reaktion Allergie ausgeschlossen oder bestätigt werden. 

Therapie

  • Antihistaminika
  • Entfernung des Allergens
  • Immunotherapie
  • Diät – dieser Punkt ist sehr problematisch und auch Fachleute können sich nicht einigen, welche Lebensmittel geeignet sind und welche vollständig auszuschließen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Bedürfnisse und wenn Ihnen z.B. saures Obst nicht wohl tut, so essen Sie es nicht.
Autor: Lucie Kliková, DiS.

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