Morbus Bechterew

Lateinisch: Morbus Bechterevi

Weitere Namen: Ankylosierende Spondylitis, Bechterew, Morbus Bechterew, Spondylarthritis

Symptome

Rückenschmerz Steifheit im unteren Teil der Wirbelsäule

Diagnose

M45

Fachgebiet

Morbus Bechterew (Ankylosierende Spondylitis, lat. morbus Bechterevi) ist eine gesamte, die spinalen Wirbel betreffende, entzündliche Erkrankung, und bei allmählicher Entwicklung führt zur Verknöcherung ihrer anliegenden weichen Teilen. Es ist vor allem eine Männerkrankheit und beginnt sich zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr bemerkbar zu machen.

Morbus Bechterew, Schmerzenbereich

Der Beginn der Krankheit ist langsam mit der Lokalisation mäßiger Steifheit im Verbindungsort des Kreuzbeines mit Becken, ohne äußerlichere gesamte Merkmale. In weiterer Krankheitsentwicklung treten in den Vordergrund die Merkmale der fortschreitenden Wirbelsäulesteifheit, die von Arthritisschmerz der spinalen Wirbel und von Reizung der Nervenwurzeln begleitet werden. 

Therapie

Der Hauptgrundsatz der Grundtherapie ist die Ausarbeitung eines langzeitigen, rational zusammengestellten kinesiotherapeutischen Plans mit zweckmäßigem und angepaßtem Turnen. Ein relativ einfaches Turnenprogramm, das der Patient einige Jahre einhält und das mit regelmäßigem Besuch oder mit Aufenthalt in Rehabilitationszentren ergänzt ist, kann bei überwiegender Mehrheit der Patienten funktionsungünstige Wirbelsäuledifformität verhindern. Zu nächsten Zielen der Bewegungstherapie gehören Beseitigung des Muskel – Ungleichgewichtes, die Verhinderung der fortschreitenden Begrenzung der Wirbelsäulemobilität, Erhaltung und Verbesserung der Atemfunktion, und auch Korrektion der Körperhaltung mit der Einübung des Bewegungsstereotyps des Gehens.                                                                                                                                                        

Veröffentlicht: 06.12.2012 · Aktualisiert: 19.06.2015

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