Pneumokokke

Die Pneumokokke (streptococcus pneumoniae) ist eine kugelförmige Bakterie der Gattung Streptokokke, die am häufigsten die Entzündungen der unteren und oberen Atemwege verursacht. Weiter ist sie auch ein Erreger der Meningitis oder z.B. Mittelohrentzündung. Der Infektionsausbruch beeinflusst den aktuellen Organismuszustand. Das Risiko erhöht sich z.B. mit der verminderten Immunität.

Pneumokokkenbakterien

Wie auch weitere Bakterien macht sich der Pneumokokkus beim Menschen als eine eiterige Entzündung bemerkbar. Eine ernstere Komplikation ist Bakteriämie. Diese bricht im Falle aus, daß die Bakterie in den Blutkreislauf gerät. Anschließend kann es auch zur Sepsis (Blutvergiftung) kommen.

Die Pneumokokke ist im Nasenrachen der gesunden Einzelwesen vorhanden. Bei Erwachsenen ist es etwa 10% , bei Kindern bis zu 60%. Er überträgt sich durch eine Tröpfcheninfektion und bedroht am meisten die Kinder bis 2 Jahre und Erwachsene über 60 Jahre. Nach dem Organismusanfall kann es bis zu drei Tage dauern, bevor die Krankheit ausbricht und beginnt äußere auch innere Symptome zu zeigen.

Die häufigsten von Pneumokokke verursachten Krankheiten

Pneumonie (Lungenentzündung) – die üblichste Krankheit, die der Pneumokokkus verursacht. Nach außen hin manifestiert sie durch Husten, erhöhte Temperatur, Schmerz auf der Brust und durch erschwerte Atmung. Sie wird mit Antibiotika behandelt, am häufigsten mit Penicillin. Bei dem ernsteren Verlauf ist die Hospitalisierung notwendig. Eine schwerere Form kommt gewöhnlich bei kleinen Kindern und älteren Leuten vor. 

Mittelohrentzündung –  eine schmerzhafte Krankheit, die vor allem bei den Kindern vorkommt. Die Bakterie gerät aus der Nase ins Ohr durch Eustachische Röhre. Charakteristische Symptome sind Ohrenschmerz, verschlechterte Hörbarkeit, hohe körperliche Temperatur. Es erscheinen auch Durchfall oder das Erbrechen. Sie wird mit Antibiotika behandelt, in den ernsteren Fällen greift der Arzt auf Parazentese, was die Lochung des Trommelfells zum Zweck des Ausflusses von entzündlicher Flüssigkeit ist. Die Mittelohretzündungen teilt man in akute und chronische. 

Meningitis – eitrige Gehirnhautentzündung. Sie kann auch nichteitrig, von viralem Ursprung sein. Die entzündliche Meningitis ist die ernsteste Pneumokokkenkrankheit mit der höchsten Mortalität. Sie kann auch bei der Mittelohrentzündung entstehen, wann die Bakterien vom Ohr bis Hirnhäuten geraten. Sie äußert sich durch Kopfschmerz, Übelkeit, erhöhte Lichtempfindlichkeit (Lichtscheu), hohe körperliche Temperatur. Der Kranke ist nicht in der Lage, Kopf zu neigen, auf den Gliedern erscheinen bei ihm kleine lila Flecke. Vorhanden sind auch die Bewusstseinsstörungen. Oft entsteht sie plötzlich in einem Zustand voller Gesundheit und zu ihren Komplikationen kommt es schon innerhalb weniger Stunden. Erforderlich ist sofortige Krankenhauseinwisung. Auch nach der Abheilung kann Meningitis bleibende Schäden hinterlassen wie Seh–, und Hörbehinderung, Lähmung oder vor allem bei Kindern die Störungen von geistiger Entwicklung.

Unter weitere Krankheiten, die von Pneumokokkus verursacht werden, gehören z.B. Zellulitis, Arthritis(entzündliche Gelenkkrankheit), Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) oder z.B. Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut).

Vorbeugung

Die wirksamste Vorbeugung ist Impfung. Die Erwachsenen sollten weiter begrenzen, beziehungsweise ganz das Rauchen ausschließen. Die Immunität kann man mit gesunder Ernährung, Einnahme der Vitaminergänzungen, mit genug Bewegung und Aufenthalt an der frischen Luft regelmäßig stärken.

Autor: Simona Knotková

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