Wundrose

Die Wundrose, bekannt auch als Erysipel ist eine lokalisierte Entzündung, die die Haut und obere Teile der Unterhaut betrifft. Obwohl diese Entzündung lokalisiert ist, kann gesamte Beschwerden verursachen.

Erysipel auf dem Fuß

in Latein: Erysipelas

weitere Namen: Erysipel, Streptokokkeninfektion

Symptome

HautrötungSchwäche

Diagnose

Vorkommen

In unserem Land erscheinen jährlich ca. 200 Fälle pro 100 000 Einwohner. Am häufigsten trifft man sich mit Wundrose bei geschwächten Personen – nach einer Krankheit, nach Trauma, Unterkühlung. Eine weitere Risikogruppe sind die Menschen mit geschwächter Immunität, aber auch die Diabetiker u.a. 

Die Erreger 

Der Erreger von Erysipel sind am meisten die beta – hämolytischen Streptokokken, weniger Haemophilus oder Staphylokokken. Bei Personen mit geschwächter Immunität können dann an dem Erysipel auch andere Bakterien (z.B. Klebsiella) Anteil haben.

Entstehung 

Mit Wundrose sind betroffen am häufigsten untere Glieder und das Gesicht. Die Infektion dringt durch beschädigte Haut ein – diabetische und krurale Geschwüre, offene Frakturen auf den unteren Gliedern, von Mykosen beschädigte Haut, Abschürfungen der Nase beim Schnupfen usw. Sie überträgt sich von einem angesteckten Menschen oder wir ziehen sie uns selbst zu, wenn wir eine Streptokokkeninfektion z.B. im Nasenrachenraum haben. 

Verlauf 

Die Inkubationszeit von Erysipel beträgt 1 – 3 Tage. Nach dieser Zeit erscheint der plötzliche und heftige Temperaturanstieg. Der Patient ist geschwächt, leidet an Fieberfrost mit Schüttelfrost, Übelkeit, dem Erbrechen und Kopfschmerzen. Erst nach dieser Anfangsphase zeigen sich die Hautäußerungen.

Der typische Bild der Wundrose umfasst Hautrötung, mäßige Anschwellung, Juckreiz oder das Brennen und Empfindlichkeit gegenüber die Berührung am infektiösen Ort. Der entzündliche Herd ist begrenzt und in die Umgebung sendet zungenförmige Fortsätze, die Haut über ihm ist glänzend und straff.

Man erkennt auch weitere Arten von Erysipel. Es geht um sog. vesikuläres bis bullöses Erysipel mit Blasen. Es kann auch zur Blutung in die gebildeten Blasen und Unterhaut kommen, in so einem Fall handelt es sich um hämorrhagisches Erysipel. In ernsten Fällen kann es bis zur Nekrose kommen – das Absterben des betroffenen Bereichs (sog. gangränöses Erysipel), bzw. entwickelt sich Phlegmone, d.h. eine unbegrenzte, sich verbreitende bakterielle Entzündung. Manchmal entsteht ein verkapselter Abszess. 

Für Erysipel sind bezeichnend die Rezidive. Es ist also am Platz vorauszusetzen, daß der Streptokokkus im Gewebe eingekapselt bleibt und kann sich wieder unter geeigneten Bediengungen reaktivieren. Im Falle der Reaktivierung können manche Symptome, z.B. Fieber, ganz fehlen. Die Übelkeit und Kopfschmerzen jedoch meistens bleiben. Auch die Hautrötung ist weniger ausdrucksvoll und nicht so typisch.

Diagnostik

  • Unverwechselbare Hautsymptome
  • Es wird eine Laboruntersuchung der Blutsenkung durchgeführt, die sowie ASLO erhöht ist. 
  • Die Hautabstriche oder Biopsie werden kaum durchgeführt, und zwar nur wenn Erysipel auf keine Therapie reagiert und es ist notwendig, einen genauen Erreger festzustellen.

Therapie

Wie schon erwähnt wurde, ein pathogener Mikroorganismus, der das Erysipel hervorruft, ist am häufigsten Streptokokkus, der sehr gut auf Penizillin reagiert. Dieses Antibiotikum ist daher die erste Wahl bei Therapie des Erysipels. Falls der Patient gegen Penizillin allergisch ist, werden andere Arten von Antibiotika gewählt, gegen die der Erreger empfindlich und der Mensch nichtallergisch ist. Die Therapie verläuft in der häuslichen Umgebung. Die Kinder, die Erysipel im Gesicht haben, müssen jedoch hospitalisiert werden. 

Neben den systemisch verabreichenden Antibiotika ist wichtig auch eine Lokaltherapie, die negative Symptome wie Schmerz, Juckreiz, das Brennen usw. lindert. Man kann an einen von Erysipel betroffenen Teil kühlende Umschläge, Kühlgele anlegen. Es werden auch entzündungshemmende Salben aufgetragen.

Komplikationen

Genauso wie bei Scharlach oder anderen Arten von Streptokokkeninfektionen ist nötig an Gefahr der Entstehung des sog. rheumatischen Fiebers oder postinfektiöser Nierenschäden zu denken. Erysipel kann auch auf die Muskelfaszien  und Muskeln übergehen. Bei häufigen Rezidiven trifft man sich dann mit der Sklerotisierung subkutaner Blutgefäße, wann es zu Lymphstauung in den Gliedern und zu Anschwellungen kommt.

Vorbeugung

Eine Vorbeugung gegen Erysipel ist die Einhaltung der Hygiene, besonders dann eine gründliche und sterile Behandlung der offenen Wunden. Es ist auch wichtig eine Streptokokkeninfektion im Nasen–, und Rachenbereich nochmals zu heilen.

Autor: Drahomíra Holmannová

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