Dickdarm
Anatomie
Nach dem Dünndarm kommt an die Reihe der Dickdarm. Die Därme sind voneinander durch Klappe getrennt, die den Rückfluss von Speisebrei verhindert. Der Dickdarm ist viel kürzer als Dünndarm, seine Länge beträgt etwa 1,5 m.
Teile des Dickdarms
Die Teile des Dickdarms sind: aufsteigender Grimmdarm, querlaufender Grimmdarm, absteigender Grimmdarm, S-förmige Schleife, weiter gibt es hier den Blinddarm (Zökum) und der letzte Teil ist der Mastdarm (Rektum). Man kann auch den Wurmfortsatz – Appendix nicht unterlassen.
Funktionen des Dickdarms
Die wichtigsten Funktionen des Dickdarms sind Absorption des Wassers und Elektrolyten, Lagerung des Speisebreis und Bildung des Stuhls. In Ansehung dessen, dass hier so intensive Absorption von Nährstoffen nicht mehr verläuft, fehlen dem Dickdarm typische Biegungen und Zotten. Und auch die Darmbewegungen sind langsamer.
Der Dickdarm führt die Misch–, und peristaltische Bewegungen aus. Die Mischbewegungen werden durch gleichzeitige Kontraktion der zirkulären und Längsmuskulatur gesichert. Hier ist wichtig den Speisebrei in Kontakt mit der Darmwand zu bringen. Peristaltische Bewegungen schieben den Speisebrei zum Mastdarm und es muss zur Kontraktion hinter dem Speisebrei und zur Lockerung der Kontraktion vor dem Speisebrei kommen. Der Speisebrei bleibt im Dickdarm bis zu 15 Stunden.
Für den Dickdarm ist bezeichnend, dass er durch Darmbakterien besiedelt ist, die anaerob sind – sie können ohne Luftzugang leben. Diese Bakterien sind für den Körper unschädlich, sie helfen pflanzlichen Ballaststoff zu spalten, sind die Quelle von Vitamin K, produzieren Darmgase und vermindern pH–Wert. Es ist wichtig die Darmflora in Form zu halten, um zu keiner übermäßigen Vermehrung pathologischer Bakterien, Schimmelpilze oder Hefepilze zu kommen.
Krankheiten des Dickdarms
Genauso wie beim Dünndarm wird der Dickdarm am häufigsten von Entzündungen betroffen. Diese können infektiöse oder unspezifische in Form von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sein.
Der Dickdarm wird vorzugsweise bei älteren Leuten von Divertikeln, Darmausstülpungen betroffen, die sich entzünden können. Keine Ausnahme sind auch verschiedene Arten von Polypen, die sogar die Darmobstruktion verursachen können. Ernsthaft sind auch Krebswucherungen.




