Arteriosklerose
Lateinisch: Arteriosclerosis
Weitere Namen: Arteriosklerose, Arterienverkalkung, atherosclerosis, atherosclerosis obliterans, Makroangiopathie
Symptome
Diagnose
Fachgebiet
Arteriosklerose gehört zu den Zivilisationskrankheiten. Sie ist eine chronische progressive Erkrankung, es kommt zu Gefäßwandstörung, Ablagerung von Fettteilchen, Thrombenbildung, die Gefäßlumen verengen und Blutdurchfluss durch betroffenes Gefäß verschlechtern.
Risikofaktoren der Arteriosklerose
- Bewegungsmangel
- Nahrung – Überschuss der Fette, Zucker, Salz
- Das Rauchen
- Krankheiten – Diabetes, Bluthochdruck, Korpulenz, erbliche Hyperlipoproteinämie
- Niedriger HDL-Spiegel
- Entzündungen
- Infektion – Chlamydien
- Alter
- Geschlecht – Männer sind bis zu einem bestimmten Alter anfälliger für die Entwicklung von Arteriosklerose
Pathogenese
An der Arteriosklerose sind sogenannte schlechte Fette beteiligt, die sich in der Gefäßwand ansammeln; dann laufen in ihr entzündliche Veränderungen ab, in den Beschädigungsplatz gehen nämlich Zellen von Immunsystem und produzieren viele Stoffe, die Entzündungsentwicklung unterstützen und durch deren Einfluss es zur Wandproliferation kommt.
Progressionsfortgang der arteriosklerotischen Änderungen
- Lipoidehäufung, die von Makrophagen (Zellen des Immunsystems), verwandeln sich in die Schaumzellen
- Die Entstehung der sog. Fettstreifen, die durch Schaumzellenhäufung verursacht wurde
- Es bilden sich intermediäre Läsionen, die Lipoide befinden sich frei und treten aus den toten Schaumzellen aus
- Es wird sich ein Atherom / Atheromscheibe vorbilden – in Gefäßwand formiert sich aus frei gelagerten Lipoiden Lipoidekern (Brei fettes Aussehen).
- Fibrinöse Scheiben / Fibroatherom – es sind fibröse, in die Gefäßlumina promenierende Lager, sie sind aus vermehrtem Bindegewebe gebildet – aus Kollagen auch aus Elastin, glatter Muskulatur, Lipoproteinen und Immunsystemszellen. .
- Atheromatöses Geschwür nach der Ruptur des Fibroatheroms– es ist Zustand, der zu fortgeschrittener Arteriosklerose gehört,es handelt sich um die Störung, den Zerfall der Atheromdeckschicht und Lockerung des flüssigen Umfangs, das mit Blut und Thrombusbildung ersetzt wird, die Gefäßwand ist deformiert.
- Verkalkung – in den betroffenen Teilen lagert sich Kalzium ab.
Aus dem oben Geschriebenen ist offensichtlich, dass man zwei Typen arteriosklerotischer Plaques unterscheidet:
- Stabile, die durch eine stärkere und ungestörte fibröse Kappe gekennzeichnet ist.
- Instabile, die für das Zerbrechen anfällig ist.
Atherogene Lipoproteine
Arteriosklerotische Änderungen sind von der LDL Teilchenanwesenheit abhängig, also von Lipoproteinen mit niedriger Dichte. Diese Teilchen haben hohen Cholesteringehalt. Freie LDL, wenn sie mit Rezeptoren,die es in Leber zurückerobern, gesättigt sind, gehen in die Gefäßwand, wo es Änderungen, z.B. in der Oxydationgestalt, durchmacht. Oxydiertes LDL hat dann direkte zytotoxische Wirkungen.
Gegenüber LDL steht HDL Lipoprotein mit hoher Dichte mit antiatherogenen Wirkungen:
- Es schafft Cholesterin aus arterieller Wand in die Leber zu transportieren.
- Es hat Antioxidationswirkungen.
- Es wirkt entzündungshemmend und gegen Aggregation (Anhäufung) der Thrombozyten.
Die Arteriosklerose begleitenden Merkmale
In anfänglichen Stadien verursacht Arteriosklerose keine Schwierigkeiten. Das Gefäßlumen verengert sich langsam und Organe sind noch schlimmer mit Blut versorgt. Die Äußerungen bei fortgeschrittener Arteriosklerose hängen dann davon ab, welches Gefäß betroffen ist und in welchem Gebiet.Die Äußerungen hängen also von dem Arteriengebiet ab, das betroffen ist. Immer gilt aber, daß je größeres Gefäßgebiet betroffen ist, desto schlimmer ist auch die Störung des versogten Zellgewebes. Wenn arteriosklerotische Änderungen in Hirngefäßen sind, kann es zu psychischen Änderungen, zu Demenz oder zum Gehirnschlag – Iktus kommen. Bei Gefäßenbehinderung im Auge ist die Versorgung des Sehnerves verschlechtert und es tritt Blindheit ein. Eine Ausnahme ist auch keine sgn. Nephrosklerose, also die Nierengefäße betreffende Arteriosklerose, dieser Zustand kann durch Nierenversagen enden. Am häufigsten trifft man jedoch auf Arteriosklerose der Koronargefäße, die einer der Entwicklungsgründe von ischämischer Herzerkrankung, eventuell von Myokardinfarkt sind. Sehr häufig ist auch die Gefäßstörung der unteren Extremitäten, die schmerzhaft und kalt sind, es tritt das Hinken (Claudicatio), eine größere Anfälligkeit für Verletzungen und eine verschlechterte Heilung ein, es kann sich auch Wundbrand entwickeln.
Arteriosklerosetherapie
Vor Behandlung allein sind die Untersuchungen durchzuführen, durch die stellt man den Cholesterin-, und anderer Blutlipoidenstand fest. Es werden auch bildliche Methoden benützt – Ultraschall, Angiographie zur Bestätigung der Gefäß-, und Gebietsverengung. Im Fall der leichteren Fällen beginnt man mit Lebensartwandlung, Diätwandlung – man begrenzt die Fett–(Cholesterin), Zucker–, Salz–, Alkoholeinnahme, es ist nötig, das Rauchen zu beenden. Man muss auch das Körpergewicht senken, das zwischen 18,5 – 25,0 sein sollte. Im Fall, wann diese Maßnahmen nicht genügen, oder bei schwereren Fällen, geht man auf eine pharmakologische Arteriosklerosetherapie ein – es werden Hypolipoidemika verabreicht, von denen es einige Arten gibt, z.B. Statine und Fibrate. Zugleich ist nötig, assoziierte Krankheiten zu behandeln – Blutdruck – Antihypertensiva, Diabetes – Insulin,Antidiabetika, Nierenfunktionen – Diuretika, ACE Hemmstoffe u.a. stabilisieren.
Mit Arteriosklerose verbundene Komplikationen
- Gefäßverengung – es kommt zu Minderdurchblutung der Organe
- Gefäßverschluss – es kommt zu Ischämie – zu Minderdurchblutung des Organes, es kommt bis zum Zellgewebeabsterben
- Die Aneurysmaentstehung (die Beule) – der Blutdurchfluss durch Gefäß und Rupturrisiko sind verschlechtert
- Aneurysmaruptur (der Bruch) – Blutausgießung, die innere Blutung
- Thrombose mit Embolisation – Thrombenbildung, die sich abreißen können und in ein Gefäß geschleudert werden, das sie verstopfen.




