Lungenembolie

Weitere Namen: Embolie, LE, akute Lungenembolie, chronische Lungenembolie, Embolie der Lungenarterie

Symptome

Atemnot beschleunigter Puls bläuliche Färbung der Haut Bluthusten niedriger Blutdruck Schmerz auf der Brust Schwitzen

Betrifft Körperteil

Gefäße

Untersuchungen und Eingriffe

Thrombolyse

Diagnose

I26 I260 I269

Über den Myokardinfarkt oder Schlaganfall wurden viele Artikel geschrieben. Die Lungenembolie ist eine Krankheit auf dem gleichen Prinzip, aber wie der Titel bereits andeutet, hier handelt es sich um Embolus, der den Blutdurchfluss in den Lungen verhindert. 

Tiefe Venenthrombose und Lungenembolisation
 

Es ist egal, welcher Abschnitt betroffen ist, es kommt darauf an, wie großes Stück betroffen ist und wie groß die Nekrose ist. Die rechtzeitige Diagnose führt zur erfolgreichen Behandlung, das Gegenteil jedoch zum totalen Schock des Organismus, Unvermögen zu atmen und zum anschließenden Tod.

Symptome

Ursächlich für die Lungenembolie ist von 90% akute Venenthrombose der unteren Extremitäten. Der Thrombus löst sich auf, es entsteht ein Embolus und dieser wandert in die Lungen, wo er sich in einer Lungenarterie verkeilt. Weiter kann die Lungenembolie durch Tumorzellen, Fruchtwasser, Fremdkörper entstehen, auch ist verbreitet die Fett–, oder Luftembolie. 

Die Symptome entstehen ganz plötzlich, es handelt sich um Atemnot, Schmerz auf der Brust, Unvermögen Atem zu holen, heisere Stimme, Beklemmung, Angst, niedrigen Blutdruck, erhöhten Puls, Blässe bis Zyanose, plötzliche Bewusstseinsverluste, Schwitzen.

Risikofaktoren

Die Fettleibigkeit, das Rauchen, hormonelle Kontrazeption, Schwangerschaft, langfristige postoperative Rekonvaleszenz, Immobilisierung, nicht nachbehandelte Lungenentzündung, genetische Prädispositionen, Tumorerkrankungen, hoher Blutdruck.

Diagnose und Therapie

In der ersten Reihe ist wichtig den Betroffenen möglichst bald ins Krankenhaus zu bringen oder noch besser den RD anzurufen. Die Ärzte untersuchen den Patienten mit dem Blick und fertigen EKG an. Er wird auf Sauerstoff angeschlossen sein und ständig wird er überwacht werden. Nach Feststellung der Verstopfung des Gefäßes unterzieht sich der Patient entweder einem operativen Eingriff (ist sehr vereinzelt) oder einer pharmakologischen Behandlung. Es werden Antikoagulantien, Fibrinolytika verabreicht, diese Medikamete lösen den Embolus auf.

Eine Komplikation dieser Krankheit sind hämorrhagische Zustände bei der schlechten Einhaltung der Medikamentendosierung. Zum Tod bei der massiven Lungenembolie kommt es in 30% der Fälle. Es handelt sich um eine sehr ernsthafte Erkrankung, die man in der heutigen Zeit nicht unterschätzen sollte. Wenn Sie in der Familie jemanden haben, der an Krampfadern leidet, sollten Sie weitere Risikofaktoren erwägen, diese vermeiden und einen besseren Lebensstil probieren bis es Zeit ist.

  • Mit dem Blick – beschleunigte Atmung, bläuliche Färbung der Lippen und Finger, die Zeichen der Venenthrombose, anscheinend gefüllte und pulsierende Halsvenen – Verdacht auf Lungenembolie!
  • Mit dem Anhorchen – geschwächte Atmung, Reibungsgeräusche, unregelmäßiger Rhythmus der Atmung.
  • EKG – kann die gesamte Diagnose ergänzen, aber der Endwert ist zur Bestimmung der LE zu klein.
  • RTG – gleich wie EKG ist für die Diagnose unzureichend.
  • Ultraschall – dient zur Abbildung des Blutgerinnsels in den Venen von unteren Extremitäten.
  • CT–Angiographie – Untersuchung der Gefäße mithilfe der Abbildungsmethode, die grundsätzliche Untersuchungsmethode beim Verdacht auf LE.
  • Lungenszintigraphie – die Diagnosemethode, die in der Nuklearmedizin verwendet wird, sie produziert ein dreidimensionales Bild.
  • Laboruntersuchungen

Beim ernsthaften Verdacht und bei der erweislichen Lungenembolie sind die Bettruhe und rechtzeitige Behandlung viel wichtiger als weitere diagnostische Untersuchungen.

Therapie

Die Behandlung wird immer gemäß der Ernsthaftigkeit des Zustandes des Patienten gewählt. Bei ernsthaften Zuständen sind es Maßnahmen gegen Schock, Vorbeugung des Herzversagens, bei sehr ernstahften Zuständen ist es die Herz–Lungen–Reanimation (Massage des Herzens).

Wenn der Patient stabilisiert ist, werden Bettruhe und Kompressionsbandagen der unteren Extremitäten gewählt. Weiter wird die Sauerstoffzufuhr durch die Nasensonde oder Maske appliziert.

Aus der Pharmakotherapie (Behandlung mit Medikamenten) werden Medikamente zur Thrombolyse (Auflösung der Thromben) und Antikoagulation (Verminderung der Blutgerinnung) angewendet. Für die Schmerzlinderung werden Opiate, Analgetika und auch Sedativa angewendet.

Die Dauer der Behandlung der LE unterscheidet sich von Fall zu Fall, von dreimonatlicher bis lebenslange.

Autor: Lucie Kliková, DiS.Veröffentlicht: 27.06.2017

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