Zerebrales Aneurysma
Weitere Namen: Hirnaneurysma
Symptome
Diagnose
Zerebrales Aneurysma oder Hirnaneurysma ist eine Erkrankung von Arterien. Es ist eine lokale Ausbuchtung eines bestimmten Gefäßes, die durch Schäden oder Schwächung der Gefäßwand entsteht.
Zerebrales Aneurysma ist auch als intrakranielles Aneurysma bekannt. Das Gehirn wird von vier großen Arterien mit Blut versorgt, die sich in kleinere Gefäße verzweigen, und gerade an den Orten, wo sich diese Gefäße verzweigen, bilden sich die meisten Hirnaneurysmen.
Wenn ein Blutgefäß platzt, beginnt sich Blut um das Gehirn herum zu ergießen. 50% der Menschen sterben, jedoch haben auch diejenigen, die überleben, das Spiel noch nicht gewonnen. Die Hälfte aller Patienten überlebt zwar, jedoch bleibt ihnen eine Behinderung. Sie können zum Beispiel anfangen, schlecht zu gehen, zu sehen, leiden an Erinnerungslücken oder haben psychische Probleme. Nur einem Viertel der Patienten gelingt es, vollständig gesund zu werden.
Aneurysma kann wo auch immer im Körper entstehen, jedoch am häufigsten werden gerade die Hirngefäße betroffen. Wenn Aneurysma in den das Gehirn versorgenden Gefäßen platzt, kommt es zur Hirnblutung, deren Symptome denen eines Hirnschlags ähnlich sind. Dieser Zustand muss sofort behandelt werden, sonst kann es zum plötzlichen Tod kommen. Das Gehirnaneurysma wird meistens nicht früher entdeckt, bis es zu seiner Ruptur kommt.
Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Schwächung der Gefäßwand und der Entstehung dieser Art von Aneurysma sind noch nicht bekannt, jedoch wurden Risikofaktoren festgestellt, unter die das Rauchen, Bluthochdruck, Erblichkeit und das Auftreten des Aneurysmas bei nahen Verwandten gehören. Weiter sind es schwere Kopfverletzungen, Aortenverengungen, manche genetische Erkrankungen und das Marfan-, oder Ehlers-Danlos-Syndrom.
Symptome des zerebralen Aneurysmas
Die meisten Hirnaneurysmen sind bis zur Ruptur asymptomatisch. Jedoch wenn es zur Ruptur kommt, tritt eine lebensbedrohliche Hirnblutung ein, die eine sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Die Symptome treten in der Regel plötzlich auf. Es sind vor allem der plötzliche extrem starke Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen, Nackensteife.
ACHTUNG! Die Ruptur des Aneurysmas ist sehr ernsthaft und es ist notwendig, augenblicklich den Rettungsdienst unter der Nummer 155 oder 112 anzurufen!
Hirnaneurysmen können selten Symptome auch ohne Ruptur aufweisen, insbesondere große Aneurysmen, die das Gehirngewebe oder Nerven unterdrücken. Symptome dieser Aneurysmen sind:
- häufige Kopfschmerzen
- Schmerzen um das Auge oder über dem Auge,
- Sprachstörungen,
- Sehstörungen,
- Gleichgewichtsstörungen,
- Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis.
Diagnose
Zerebrales Aneurysma wird mithilfe der Abbildungsmethoden diagnostiziert. Beim Verdacht auf noch nicht gerissenes Aneurysma wird meistens MRT oder Angiographie verwendet. Beim Verdacht auf rupturiertes Aneurysma kann die Diagnose mittels CT gestellt werden. Beim negativen CT-Befund, wenn der Patient noch ständige Symptome der Ruptur des Aneurysmas hat, kann die Diagnose durch Lumbalpunktion durchgeführt werden. In diesem Fall wird aus dem Wirbelsäulenkanal eine kleine Menge von Zerebrospinalflüssigkeit abgenommen, und wenn sie Blut enthält, dann ist der Verdacht auf die Hirnblutung bestätigt.
Therapie
Bei der Wahl einer Behandlung des zerebralen Aneurysmas zieht man in Betracht das Alter und den Gesundheitszustand. Im Falle des kleinen Aneurysmas handelt es sich um Medikamente zur Blutdrucksenkung, notwendig ist die Veränderung des Lebensstils (gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung, regelmäßige Bewegung, weniger Fett, Gewichtsabnahme) und regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Großes Aneurysma wiederum erfordert einen Eingriff auf der Gefäßchirurgie. Bei akuter Ruptur oder Hirnblutung ist eine sofortige dringende Operation unerlässlich.




