Vergiftung mit Medikamenten

Die Medikamentenintoxikation gehört traditionell zu den häufigsten Arten der Vergiftung. Diesen Zustand rufen die Personen entweder absichtlich hervor oder ungewollt, weil sie eine höhere Konzentration eines bestimmten Medikamentes oder ungeeigneten Arzneimittels gebraucht haben. Bei dieser Form der Vergiftung erhöht sich durch Alkoholkonsum noch die Gefahr der ernsteren Gesundheitsprobleme, die bis zum Tod der gegebenen Person münden können. Aus diesem Grund können sich einem die Kenntnisse der ersten Hilfe bei einer Medikamentenvergiftung eignen.

Vergiftung mit Medikamenten bei einem Kind

Im Rahmen der Medikamentenvergiftung können die Leute auch die Vorbeugung nicht vergessen. Die Medikamente sollten irgendwo eingelagert sein, wo weder Kinder noch Senioren sie finden. Aufgrund der Statistiken geht man davon aus, dass bis zu zwei Drittel der Vergiftungen zu Hause passieren. Besonders kleine Kinder sind die am meisten bedrohte Gruppe, weil sie in diesem Alter sehr neugierig sind und kosten alles, was sie finden.

Weiter bleibt es noch zu bemerken, dass vor allem die Frauen in ihren Handtaschen frei verkäufliche Medikamente haben, mit denen sie die wirklichsten Schmerzen, Erkältung und Beruhigung lösen. Manchmal können sich darin auch die Antibabypillen verbergen. Alle erwähnten Arzneimittel können in einem unbewachten Moment in die Hände der Kinder geraten und binnen kurzem kann eine unerwartete, lebensbedrohende Situation eintreten.

Die Leute vermuten ab und zu irrtümlicherweise, dass die frei verkäuflichen Medikamente keine Vergiftung verursachen können. Das ist jedoch nicht wahr. Diese Medikamente haben ein großes Maß an Intoxikationen auf dem Gewissen. Die Personen können nicht nur von Medikamenten gegen Fieber und Schmerz, sondern auch mit Schlafmitteln oder Medikamenten mit beruhigender Wirkung u.a. überdosiert werden. 

Symptome der Vergiftung mit Medikamenten

Bei dieser Art der Vergiftung kommt eine ganze Reihe von Symptomen vor. Diese unterscheiden sich ohne Zweifel gemäß einem toxischen Stoff, gegebener Menge, Zeit der Verabreichung und Wirkung. Kurz gesagt, die in den Medikamenten enthaltenen Stoffe haben verschiedene Wirkung auf den menschlichen Organismus. Wenn es bei einer Person zur Intoxikation kommt, so erscheint bei ihr Abgespanntheit. So ein Mensch fühlt sich schläfrig, ist gedämpft und hat Redestörungen. Seine Pupillen sind verengt und die Atmung ist langsam. Manchmal können bei ihm die leichten Tätigkeitsstörungen des Zentralnervensystems erscheinen, ein andermal Zustände der Bewusstlosigkeit. In diesem Fall erscheint Atem–, und Kreislaufstillstand.

Erste–Hilfe–Leistung

Die Erste–Hilfe–Leistung bei Erwachsenen ist in einigen Schritten unterschiedlich von der kindlichen Hilfe. Bei einer erwachsenen Person wird empfohlen das Erbrechen auszulösen. Wenn die Person kein Interesse für Zusammenarbeit hat oder das Bewusstsein verliert, wird das Auslösen des Erbrechens ausgelassen.

Man sollte auch feststellen, um welchen Typ des Medikamentes es sich handelt, wie viele Dosen die Person einnahm und wann sie den toxischen Stoff angewendet hat. 

Der vergifteten Person kann man ein paar Tabletten von Aktivkohle verabreichen. Diese müssen zuerst mit einem kleinen Löffel zerdrückt werden. Unerlässlich ist auch den Betroffenen in die stabilisierte Position zu bringen. Dies sind am häufigsten Seitenlagen. Dann ruft man den Rettungsdienst an, beziehungsweise wird die Person ins Krankenhaus gebracht. 

Autor: de.symptomed.comVeröffentlicht: 29.09.2017

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