Fluor
Fluor ist eines der mineralischen Spurenelemente und stellt zusammen mit Calcium, Magnesium und Phosphor einen wichtigen Bestandteil der harten Gewebe wie Knochen oder Zähne (vor allem des Zahnschmelzes) dar.
Im menschlichen Organismus kommen etwa 2–6 g Fluor vor, es findet sich in ihm jedoch nicht als eigenständiges Element, sondern nur in Form von Verbindungen wie Natrium- oder Kaliumfluorid. In der alltäglichen Kommunikation werden die Begriffe Fluor und Fluorid jedoch verwechselt.
Fluor ist also auch für den Stoffwechsel der Knochen und der Zahnschmelz notwendig, wobei sich allgemein sagen lässt, dass sich bei regelmäßiger Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta das Auftreten von Karies um 20 bis 30 % verringert.
Funktion von Fluor im menschlichen Organismus
Fluor hat für den menschlichen Organismus sehr wichtige kariostatische Wirkungen, das heißt, es verhindert die Entstehung von Karies. Fluor lagert sich im Zahnschmelz in Form von Hydroxylapatit ab, der dem Zahnschmelz eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber den Säuren verleiht, die in Nahrung und Getränken enthalten sind. Fluor hilft auch, den Eintritt von Calcium und Phosphor in den Zahnschmelz zu erleichtern, und gerade aus diesem Grund wird die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten empfohlen. Darüber hinaus schützt Fluor vor der Entstehung von Osteoporose und wirkt sich positiv auch auf das Herz-Kreislauf-System aus.
Fluor und Zahnschmelz
Der Zahnschmelz bedeckt und schützt dadurch die Oberfläche des Zahns. Zum größeren Teil besteht er aus anorganischen Stoffen, wobei das Hauptmaterial Hydroxylapatit ist, das sich vor dem Durchbruch des Zahns in Fluorhydroxylapatit umwandelt, was der risikoreichste Zeitraum für die Entstehung von Karies ist.
Fluoridhaltige Zahnpasten für Kinder
Die Säuren in Nahrung und Getränken lösen den Zahnschmelz zwar auf, doch Vorsicht ist vor allem bei Kindern geboten, die die Zahnpasta beim Zähneputzen häufig verschlucken. Und deshalb sollten Kinder bis zum Alter von drei Jahren ausschließlich fluoridfreie Zahnpasta und später nur solche mit einer minimalen Menge verwenden. Allgemein sind fluoridhaltige Zahnpasten für Kinder jedoch praktisch überhaupt nicht geeignet. Wichtig sind daher das regelmäßige Zähneputzen mit der richtigen Technik, die Vermeidung von Zucker in der Ernährung und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt.
Fluor - die richtige Dosis für gesunde Zähne
Die Höhe des Fluorgehalts in den Zähnen hängt von der Versorgung des Organismus während der Zahnbildung ab, und deshalb ist es sehr wichtig, angemessen mit Fluor versorgt zu sein, und zwar vor allem in der Schwangerschaft und in der Zeit des Zahnwachstums.
Die tägliche Fluoridzufuhr über die Nahrung liegt zwischen 0,5 und 1,5 mg (0,015 mg/kg/Tag). Der Fluoridgehalt ist in den meisten gängigen Lebensmitteln niedrig und beträgt weniger als 0,05 mg/100 g. Nur einige Lebensmittel haben einen höheren Fluoridgehalt. Es sind vor allem diese Lebensmittel:
- Hülsenfrüchte,
- einige Getreide- und Vollkornprodukte,
- einige Arten von Meeresfischen,
- Meeresfrüchte,
- Wein,
- Tee (in den Teeblättern ist Fluor in hoher Menge angereichert).
Gesunde Zähne ohne Karies möchte sicher jeder von uns haben. Eine der Möglichkeiten, solche Zähne zu erreichen, ist die Verwendung fluorhaltiger Präparate, von denen es auf dem Markt eine ganze Reihe gibt.
Für die einzelnen Altersgruppen ist die empfohlene Tagesdosis Fluor neben der Prophylaxe wie folgt festgelegt:
- 0–6 Monate: 0,25 mg/Tag,
- 6–12 Monate: 0,5 mg/Tag,
- 1–3 Jahre: 0,8 mg/Tag,
- 3–8 Jahre: 1,1 mg/Tag,
- Erwachsene: Männer 3,8 mg/Tag und Frauen 3,1 mg/Tag.
Nahrungsergänzungsmittel mit Fluorid
Zum Zweck eines besseren Schutzes vor Karies gehen Menschen in Apotheken, um Fluoridtabletten zu kaufen, doch nicht alle wissen, dass bei unangemessener Dosierung ein hohes Risiko der sogenannten dentalen Fluorose besteht.
Derzeit ist ohne ärztliche Verschreibung ein frei verkäufliches Präparat mit Natriumfluorid erhältlich, nämlich Zymafluor, das 0,25 mg Fluorid pro Tablette enthält.
Fluoridtabletten gelten als die häufigste ergänzende Fluoridquelle.
Es wird empfohlen, sie nur Kindern zu verabreichen, die ein hohes Kariesrisiko haben, und nur auf Empfehlung des Kinderzahnarztes.
Zu den Risikofaktoren, die eine höhere Fluoridzufuhr erfordern, gehören z. B. eine stärkere Kariesanfälligkeit der Zähne, schwere chronische Erkrankungen, kieferorthopädische Apparate, eine gestörte Speichelproduktion, eine erhöhte Bakterienmenge, das Niveau der Pflege usw.
Wichtig ist auch die lokale Anwendung von Fluoriden direkt in der Mundhöhle, da der lokale Effekt den Effekt der systemischen Prävention übertrifft.
Eine mögliche Eignung und die Dosierung von Fluoridtabletten besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker und lesen Sie stets gründlich die in der Packungsbeilage angegebenen Informationen.




