Vitamin K
Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Sein Name „K“ leitet sich vom deutschen Wort „Koagulation“ ab, also vom Ablauf der Blutgerinnung. Vitamin K ist für die Funktion mehrerer Proteine notwendig, die an der Blutgerinnung beteiligt sind, sowie beim Prozess des Zellwachstums, der Knochenmineralisierung und des Proteinstoffwechsels der Gefäßwände.
Vitamine der Gruppe K
Es gibt drei verschiedene Arten von Vitamin K. Die Vitamine der Gruppe K – K1, K2 und K3 – gehören zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, über die Blutgerinnung zu wachen (Vitamin K1), über die Tätigkeit der Leber zu wachen und die Aufnahme von Calcium zu unterstützen. Anders gesagt, Vitamin K begrenzt und reguliert übermäßige Blutungen, sei es innere Blutungen, Nasenbluten oder z. B. starke Blutungen während der Menstruation. Es hat außerdem einen bedeutenden Anteil an der Qualität der Festigkeit und der Entwicklung der Knochen. Darüber hinaus schützt es die Nieren und – es verhindert nämlich die Ablagerung des „schlechten“ Cholesterins, dessen Spiegel stets niedrig bleiben sollte.
Wo finden wir Vitamin K?
Wie Sie sehen, können die Vitamine der Gruppe K tatsächlich vieles leisten, und deshalb sollten wir auf eine ausreichende Menge in unserem Organismus achten. Eine Quelle der Vitamine K ist der Dünndarm, wo sie von den Bakterien gebildet werden, die eben den Dünndarm besiedeln. Und da eine große Zahl von Menschen Probleme mit dem Darm und seiner Mikroflora hat, ist es kein Wunder, dass viele Menschen gleichzeitig Probleme mit der Bildung und Aufnahme von Vitamin K haben werden. Wenn es uns fehlt, muss es dem Körper auf künstlichem Weg zugeführt werden. Bei uns lassen sich in einigen Nahrungsergänzungsmitteln die Vitamine K1 und K2 auch ohne ärztliche Verschreibung erhalten. Der Unterschied zwischen den Vitaminen K1 und K2 liegt in ihrer Verwendung im Organismus und in der Aufnahme. Von Vitamin K1 gelangen 5–15 % der eingenommenen Menge in den Blutkreislauf, bei Vitamin K2 sind es 95–100 %.
Weitere natürliche Quellen
Eine reiche Quelle von Vitamin K ist auch Blattgemüse, Blumenkohl, Hülsenfrüchte, Brokkoli oder Grünkohl (vor allem K1).
Ein reicher Gehalt an Vitamin K2 findet sich in fermentiertem Gemüse, in Sauermilchprodukten, in gereiftem Käse, in Sauerkraut und in hochwertigen tierischen Fetten (insbesondere von Landwirten). Ausreichend davon ist auch in Fleisch und in Eiern. Auch Tomaten, Karotten, Pflanzenöle und Kartoffeln sollten nicht außen vor bleiben.
Wenn uns das „K“ fehlt
Ein Zerstörer von Vitamin K sind Antibiotika. Wenn Sie sie zu häufig einnehmen oder eine Antibiotikakur länger andauert, lassen Sie Ihren Vitamin-K-Spiegel im Blut kontrollieren und ergänzen Sie es gegebenenfalls mit geeigneten Präparaten. Beschwerden mit dem Vitamin-K-Spiegel haben Personen mit Darm- und Stoffwechselstörungen, mit Störungen der Leberfunktion, aber auch Menschen, deren Ernährung einen niedrigen Gehalt an gesundheitsfördernden Fetten aufweist. Vermeiden sollten wir übermäßigen Alkoholkonsum und es nicht mit der Zufuhr des Schönheitsvitamins, also des Vitamins E, übertreiben, es sollte nicht im Überschuss vorhanden sein.
Dass Ihnen Vitamin K fehlt, erkennen Sie etwa an Beschwerden mit der Blutgerinnung (starke Menstruation, häufiges Nasenbluten, Bildung von Blutergüssen) oder an verschiedenen Stoffwechselstörungen, zu denen am häufigsten Leberkomplikationen und Darmbeschwerden gehören.
Ein großes Problem, das bei einem Mangel an Vitamin K auftritt, ist die Blockade des Osteocalcins, das ist ein Eiweiß, das die Einlagerung von Calcium in die Knochen unterstützt. Wenn es nicht mehr aktiv ist, beginnen die Knochen mit der Zeit an Dichte zu verlieren, und es drohen ihnen häufige Brüche und die Entstehung von Osteoporose.
Überschuss an Vitamin K
Ein Überschuss an Vitamin K ist selten, wenn es jedoch dazu kommt, äußert er sich gewöhnlich durch Hitzewallungen, Fieber oder umgekehrt durch Schwitzen, Schüttelfrost, Schwitzen und Appetitlosigkeit.
Wie man Vitamin K am besten nutzt
Vitamin K ist, wie wir bereits wissen, fettlöslich, und daher finden wir es auch in Fetten. Weitaus mehr davon ist in tierischen Fetten als in pflanzlichen. Milch und Fette müssen jedoch hochwertig sein! Dieses Vitamin ist beständig gegen Feuchtigkeit und Kochen, sollte aber nicht über lange Zeit dem Sonnenlicht ausgesetzt sein.

