Vitamin D
Über Vitamin D ist allgemein bekannt, dass es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt. Vitamin D ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Verbindungen, die für das Gleichgewicht der Mineralstoffe und das Funktionieren des gesamten Organismus unerlässlich sind.
Bedeutung von Vitamin D
Wie wir bereits oben erwähnt haben, ist Vitamin D im Grunde eine Sammelbezeichnung für Stoffe, aus denen der Organismus das Hormon Calcitriol bildet. Dieses hat einen entscheidenden Einfluss auf den Calcium- und Phosphorstoffwechsel im Körper. Seine Bedeutung liegt in der Mitwirkung bei der Resorption von Calcium und Phosphat aus dem Darm, wodurch es die Optimierung und Regulierung des Calcium- und Phosphorspiegels im Blut unterstützt. Beide Elemente sind für den Aufbau der Knochen unerlässlich, weshalb eine ausreichende Menge an Vitamin D für starke und feste Knochen wichtig ist.
Woraus Vitamin D besteht
Vitamin D ist also die Bezeichnung für Stoffe, die das Hormon Calcitriol bilden. Die Fachbezeichnungen der einzelnen Calciferole sind Ergocalciferol – Vitamin D2 und Cholecalciferol – Vitamin D3. Vitamin D2 wird ausschließlich im Pflanzenreich gebildet und kommt nur dort vor, während Vitamin D3 bei Tieren aus dem „guten“ Cholesterin entsteht. Aus diesem Cholesterin entsteht ebenfalls das Provitamin 7-Dehydrocholesterol und daraus anschließend Vitamin D3. Dieser Prozess läuft unter normalen Umständen durch die Einwirkung des Sonnenlichts in der Haut ab.
Vitamin D2 (Ergocalciferol)
Vitamin D2 ist pflanzlichen Ursprungs und kommt nur in Pflanzen vor. Nach seinem Verzehr wird es im menschlichen Körper in das wesentlich besser resorbierbare Vitamin D3 umgewandelt. Vitamin D2 ist für die Ergänzung von Vitamin D nicht gerade ideal, da der menschliche Organismus durch dessen Aufnahme weit stärker belastet wird als bei der Einnahme von Vitamin D3. Außerdem sind höhere Dosen erforderlich, und zwar bis zum 3- bis 4-Fachen.
Vitamin D3 (Cholecalciferol)
Der Hauptunterschied zwischen Vitamin D3 und D2 besteht darin, dass Vitamin D3 tierischen Ursprungs ist und der menschliche Organismus seine ausreichende Zufuhr aus dem Sonnenlicht, also aus UV-Strahlung, gewinnen kann.
Interessant ist, dass sich der menschliche Organismus selbst bei langfristiger UV-Strahlungseinwirkung nicht mit Vitamin D überdosiert, da der Körper bei der maximalen Dosis einen Schutzmechanismus in Gang setzt, der die weitere Synthese von Vitamin D verhindert.
Tägliche Zufuhr
Die tägliche Zufuhr von Vitamin D ist individuell. Bei fehlendem Sonnenlicht empfehlen Studien jedoch die Einnahme von Vitamin D3 in einer Menge von 1000–3000 I.E. bei Erwachsenen.
Die Tagesdosis sollte jedoch das Fünffache der empfohlenen Tagesdosis nicht überschreiten, was 25 µg/Tag = 1000 I.E. entspricht.
Natürliche Quellen in Lebensmitteln
Doch das Sonnenlicht allein reicht nicht aus. Um die benötigte Menge zu erreichen, ist es notwendig, in den Speiseplan Lebensmittel aufzunehmen, die reich an Vitamin D sind. Dabei handelt es sich vor allem um Meeresfische, Rinderleber, Lebertran, Eigelb, Joghurt, Vollkorngetreide, Milch und Käse. Eine weitere Lösung, vor allem in der Winterzeit, wenn wir die Sonne kaum noch genießen, sind auch Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D3.
Funktionen von Vitamin D
- Richtige Entwicklung von Knochen und Zähnen
- Verlangsamung des Fortschreitens der Osteoporose
- Richtige Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und Vorbeugung von Myokardinfarkt und Herzerkrankungen
- Richtige Funktion des Immunsystems
Symptome eines Vitamin-D-Mangels
- Müdigkeit
- Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche
- Appetitlosigkeit
- hoher Blutdruck
- chronisches Zahnfleischbluten
- Demineralisierung der Knochen
- Gewichtsverlust
Vitamin D fördert Gehirn, Herz und Immunität
Vitamin D hilft, die Muskeln in Form zu halten, erleichtert die richtige Funktion des Nervensystems, beeinflusst die Regulierung des Prozesses der Differenzierung und Entwicklung verschiedener Zellarten und erfüllt in vielen Geweben eine antiproliferative Funktion. Darüber hinaus unterdrückt es das unerwünschte Wachstum und die Vermehrung von Zellen.
Darüber hinaus unterstützt es auch die Immunität, indem es die Aktivität der T-Lymphozyten stimuliert, und tut auch dem Herzen gut, da es das Risiko von Bluthochdruck und Myokardinfarkt senkt. Ferner hat es positive Wirkungen bei Erkrankungen wie beispielsweise rheumatoider Arthritis, Diabetes, Osteoporose oder verschiedenen Darmentzündungen.
30 Minuten Sonneneinwirkung täglich
Die natürliche Quelle von Vitamin D, das der Körper nicht selbst bilden kann, ist das Sonnenlicht. Es handelt sich um einen bestimmten Teil der UVB-Strahlen, die bei Kontakt mit der Haut seine Bildung in Gang setzen, weshalb Frühling und Sommer die ideale Zeit sind, in der man sich mit diesem Vitamin fast ununterbrochen versorgen kann, jedoch mit Vorsicht. Alles mit Maß.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Arme und Gesicht mindestens 30 Minuten täglich dem Sonnenlicht auszusetzen, was die notwendige Zeit ist, um die richtige Bildung zu erreichen und die Vitamin-D-Vorräte im Organismus wiederaufzufüllen.
Allerdings sollte man nichts übertreiben! Denken Sie daran, dass direktes Sonnenlicht sich auch nachteilig auf die Augen auswirkt. UV-Strahlen können nicht nur die innere Schicht der Hornhaut schädigen, sondern auch den Grauen Star verursachen. Ultraviolette Strahlung kann für Jugendliche unter 20 Jahren und für Kleinkinder gefährlich sein. Tragen Sie deshalb bei Spaziergängen im Freien eine Brille mit UV-Filter.
Wie verhält es sich mit Vitamin D3 bei Neugeborenen und Säuglingen?
Kindern wird Vitamin D3 in Form von Tropfen verabreicht, die nicht in Tee oder Wasser aufgelöst werden dürfen, da sie nur in Fetten löslich sind. Es genügt, sie mit ein paar Tropfen Milch zu vermischen, wobei Sie jedoch zuerst die Milch auf den Löffel geben müssen und erst danach die Vitamine. Das dient dazu, ihr Anhaften an der Löffeloberfläche zu verhindern.
Vitamin D für Kinder
Heute sind Präparate mit Vitamin D3 auf dem Markt erhältlich, die Kindern bereits ab dem 1. Monat, also Säuglingen, verabreicht werden können, doch ihre Verabreichung bei den kleinsten Kindern sollte mit einem Arzt abgesprochen werden. Sie dürfen nicht mit bereits vom Arzt verordneten Präparaten mit Vitamin D3 kombiniert werden, und die verordneten Tropfen dürfen nicht durch natürliche Tropfen mit Vitamin D3 für die kleinsten Kinder ersetzt werden.
Nebenwirkungen einer Überdosierung von Vitamin D3
Wenn die ärztlichen Anweisungen nicht befolgt werden, kann es bei Kindern zu einer Überdosierung mit Vitamin D3 kommen. Es wird angegeben, dass die Anzeichen etwa nach ein bis drei Monaten falscher Verabreichung auftreten. Dabei handelt es sich um Hypotonie (niedriger Blutdruck), Anorexie (Appetitlosigkeit), Irritabilität (erhöhte Reizbarkeit), Polyurie (übermäßiges Wasserlassen), Dehydratation, Verstopfung, Durst, Blässe und Erbrechen.
Auch bei erwachsenen Personen stört Vitamin D3 in hohen Dosen den Calcium- und Phosphorstoffwechsel und führt zu einer Hyperkalzämie, die sogar tödlich enden kann; das Sonnenlicht allein führt jedoch niemals zu einer Hypervitaminose.
Es ist jedoch anzumerken, dass ein Vitamin-D3-Mangel nach aktuellen Forschungen auch die Immunität schwächt und mit einer höheren Neigung zu Grippe und akuten Atemwegsinfektionen einhergeht. Vitamin D3 ist ebenso bei verschiedenen immundermatologischen Prozessen wichtig.




