Sepsis

Sepsis ist ein lebensbedrohender Zustand. Es ist eine gesamte Reaktion des Organismus mit der massiven Aktivierung des Immunsystems bei einer bakteriellen Infektion. Die schweren Fälle können sich zum septischen Schock entwickeln, bei dem es zum Organversagen kommt.

Reaktion des Organismus bei einer Bakterieninfektion - Sepsis

Entstehungsursache

Die Entstehungsursache der Sepsis ist eine bakterielle Infektion, die sich verbreitet und löst eine unkontrollierbare Antwort des Immunsystem aus. Die häufigsten Quellen der Sepsis sind Harnwegsinfektionen, vor allem Pyelonephritis, Lungenentzündungen, intraabdominale Infektionen oder bakterielle Entzündungen im Zentralnervensystem.

Diagnose 

Es werden wiederholte Blutentnahmen zu den Entzündungsmarkern durchgeführt, die erhöht sind – CRP, Procalcitonin, Blutkulturen zur Feststellung eines Erregers, der die Sepsis ausgelöst hat, zur Bestimmung der Organfunktion (Lebertests, Nierenfunktionen u.a.), zu Laktate, deren Wert erhöht ist, weiße Blutkörperchen (Leukozyten), ihr Wert ist erhöht, aber dieser kann auch erniedrigt sein und Blutzuckerspiegel (Glykämie), der erhöht ist. Überwacht werden auch die Spiegel von Mineralstoffen – Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium.

Therapie

  • die auslösende Ursache zu beseitigen
  • das versagende Organismus zu fördern
  • die Aktivität des Immunsystems zu beeinflussen

Die Selbstverständlichkeit bei der Sepsis ist Behandlung mit Antibiotika nach der Empfindlichkeit des pathogenen Mikroorganismus. Weiter werden spezifische Arzneimittel nach den Bedürfnissen des Patienten verabreicht. Notwendig ist auch an mögliche Folgen des septischen Zustandes zu denken, deshalb verabreicht man auch die Medikamente gegen Entwicklung der Schleimhautschädigungen im Verdauungstrakt, vor allem gegen Bildung der Magengeschwüre.

Prognose 

Sepsis ist immer noch die häufigste Todesursache in Krankenhäusern. Bei der Sepsis beträgt die Sterblichkeit 20 – 30%, bei der schweren Sepsis ist es schon 40 – 50%, den septischen Schock überlebt 50 – 60% der Patienten nicht und falls das Organversagen vorhanden ist, beträgt die Sterblichkeit bis zu 80%.

Autor: Drahomíra Holmannová

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