Mastdarm

Anatomie

Den letzten Teil des Verdauungstraktes bilden Mastdarm (rectum) und Anus. Diese Teile befinden sich im kleinen Becken, der Mastdarm ist ca 12–16 cm lang und ist mit Schließmuskeln versehen – innerer Schließmuskel ist mit Willen unbeherrschbar aus glatter Muskulatur, der äußere besteht aus Skelettmuskeln und man kann ihn mit Willen beeinflussen. In der Rektumampulle versammelt sich der Stuhl, der durch Prozess namens Defäkation aus dem Körper entfernt wird. 

Rektum – Mastdarm

Weitere Prozesse lösen den sog. myenterischen Reflex aus, durch den das Signal bis in die S-förmige Schleife (sigmoidea) geht und es kommt zur Entstehung der starken peristaltischen Welle und zur Verschiebung des Inhaltes weiter in den Unterteil des Darms und Mastdarms. Der erste für die erfolgreiche Defäkation notwendige Schritt ist die Auflockerung des inneren Schließmuskels. Während des Defäkationsprozesses selbst arbeiten auch die Brust-, Zwerchfell-, Bauch-, und Beckenmuskeln mit.

In Verbindung mit Defäkation gibt es zwei sehr häufige Arten der Störungen – Verstopfung, Verringerung der Frequenz von Defäkation und auch Inkontinenz (Unmöglichkeit die Gase und Stuhl zu halten).

Bereits in höheren Teilen des Verdauungstraktes können den Mastdarm und Anus Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betreffen.

Eine weitere sehr unangenehme Krankheit, die das Rektum und Anus betrifft, sind Hämorrhoiden. Keine Ausnahme sind auch geringe Analfissuren, die ziemlich schmerzhaft sind. Unter weitere Probleme gehören Abszesse, Fisteln und Polypen des Mastdarms. Man darf auch den möglichen Prolaps des Rektums nicht vergessen, wobei die Schleimhaut des Mastdarms aus dem Anus hervorragt.

Am ernsthaftesten sind jedoch die Tumorveränderungen des Rektums. Zum Glück sind sie in niedrigeren Stadien einfach diagnostizierbar und deshalb ist die Möglichkeit der vollständigen Gesundung höher.

Veröffentlicht: 05.03.2019

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