Ohr

Anatomie

Das Ohr ist ein Gehörorgan, das es uns ermöglicht, die Klänge wahrzunehmen. Diese entstehen durch Schwingung von Festkörpern und verbreiten sich als Schallwelle. Die Schallwelle ruft beim Menschen die Hörempfindung hervor.  Das menschliche Ohr kann Töne mit einer Frequenz von 16 – 2000 Hz unterscheiden. Auf den endgültigen Umfang hat Einfluss vor allem das Alter des Menschen. Ältere Leute können die Töne mit höheren Frequenzen nicht mehr hören.

Anatomie des menschlichen Ohres

Bau des Ohrs

Äußeres Ohr (auris externa)

Man findet darin diese drei Teile:

  • Ohrmuschel (auricula) – Anfang des Ohrs. Es bildet ihn ein elastischer Knorpel in Form der Muschel  
  • Äußerer Gehörgang (meatus acusticus externus) –  das 2,5 cm lange Röhrchen, das auch als Tonkanal bezeichnet wird. Es besteht aus dem Knorpel–, und Knochenteil. Auf seiner Oberfläche befinden sich die Talgdrüsen, die das Ohrenschmalz produzieren. Dieses dient als der Schutz des Ohrs vor schädlichen Einflüssen von außen. Die Funktion des äußeren Gehörgangs ist den Ton aufzufangen und diesen weiter in das Innere des Ohrs zu senden.
  • Trommelfell (tympanum) – eine dünne Bindegewebsmembrane, die die Grenze zwischen dem äußeren und Mittelohr bildet. Unter der Wirkung der Druckwelle fängt sie zu schwingen an, verstärkt den Klang und überträgt ihn weiter ins Mittelohr.

Mittelohr (cavum tympani)

Die sog. Mittelohrhöhle, ein System mit Luft ausgefüllter Höhlen, auf deren Oberfläche sich die Schleimhaut befindet. Sie ist im Schläfenbein platziert und durch Eustachische Röhre ist sie am Nasenrachen angeschlossen. Sie wird von drei kleinen Knöchelchen gebildet, die ans Trommelfell anschließen - mit Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese Knöchelchen verstärken die Schwingungen bis zu dreißigmal und übertragen sie auf die Flüssigkeit des Mittelohrs.

Innenohr (auris interna)

Es befindet sich im Knochenlabyrinth von Schläfenbein. Es wird von drei halbkreisförmigen Kanälen und den Säckchen gebildet. Ausgefüllt ist es mit der Flüssigkeit (Perilympha), in der das dünnhäutige Labyrinth (Hörschnecke) schwimmt. Die Hörschnecke (Cochlea) enthält auch Corti-Organ mit vielen Haarzellen. Ausgefüllt ist sie mit  Endolymphe. Die Vibrationen des ovalen Fensterchens bringen diese Flüssigkeit zum Schwingen, die dann die Haarzellen zum Schwingen bringt und sie senden schließlich die Signale ins Gehirn aus, die man als Klang wahrnimmt.

Autor: Simona KnotkováVeröffentlicht: 20.02.2019

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