Laryngitis

Lateinisch: Laryngitis

Weitere Namen: Rachenentzündung, Entzündung der Stimmbänder, akute Laryngitis, chronische Laryngitis

Symptome

Appetitlosigkeit bellender Husten erhöhte Temperatur Halsschmerz Hustenanfälle Müdigkeit Schleimhusten Schnarchen

Untersuchungen und Eingriffe

Entfernung von Rachenmandeln - Adenotomie

Diagnose

J37 J370

Fachgebiet

Die Laryngitis ist eine Kehlkopfentzündung viralen Ursprungs, die am häufigsten Erkrankungen in den oberen Atemwegen (Lungenentzündung, Grippe oder z.B. Luftwegsentzündung) begleitet. Sekundär entsteht manchmal auch eine bakterielle Superinfektion. Das häufigste Vorkommen ist im Frühling und im Herbst registriert.

Larynxstruktur

Die Laryngitis neigt ebenfalls dazu, mehrmals zu rezidivieren. Meistens entsteht sie plötzlich, im Zustand der vollen Gesundheit. Beim akuten Verlauf eitert die Entzündung nicht, die Schleimhäute sind angeschwollen und erhöht durchblutet. Diese Form ist bei Säuglingen und kleinen Kindern bis sechs Jahren sehr gefährlich. Es entsteht nämlich eine dicke Anschwellung und Verengung des Kehlkopflumens, die nachfolgend zur Zyanose (zu blauer bis lila Hautverfärbung) und zur Erstickung führen kann.

Symptome

Unter typische Symptome gehören bellender Husten, Heiserkeit bis Stimmeverlust, das Röcheln und Halsschmerzen. Beim Einatmen rasseln die Lungen. Die Temperatur ist erhöht, in den Atemwegen entsteht dichtes Sekret. Der Kranke fühlt Müdigkeit und Appetitlosigkeit und atmet schwer. Wegen der schlechten Sauerstoffversorgung werden die Fingerspitzen, Lippen oder Ohren blau. Die Entzündung verschlechtert sich in der Nacht, wenn es zu Hustenanfällen kommt.

Therapie

Beim leichteren Verlauf genügt Therapie in der häuslichen Umgebung. Im Raum hält man feuchte und kühle Luft, man überheizt nicht. Dem Kranken werden die Medikamente gegen erhöhte Temperatur und Priessnitz  Beläge verabreicht. Wichtig ist auch die Einhaltung des regelmäßigen Trinkregimes. Mit geeigneten Mitteln dämpft man Husten und raucht nicht, was auch für die gesunden Raucher gilt, die mit der Rücksicht auf kranken Menschen in ihrer Umgebung das Rauchen auch vermeiden sollten. Weiter werden die Inhalationen empfohlen, wann z.B. das Mineralwasser aus Vinzentquelle inhaliert wird. Bei ernsthafteren Zuständen werden dem Kranken Antibiotika verabreicht, manchmal auch die Kortikoide. Falls es nötig ist, wird der Patient hospitalisiert. Bei der allergischen Larynigitis verabreicht man Antihistaminika, bei der, durch die übermäßige Stimmebenützung verursachten Krankheit, bemüht man sich, die Stimme nicht zu überanstrengen und sie in Ruhe zu halten.

Vorbeugung

Das Risiko der Entstehung einer Laryngitis senken das Vermeiden von Überheizung im Raum und regelmäßige Luftbefeuchtung. Vorbeugend kann man die Inhalationen durchführen. Man raucht nicht, und sich in keinen verrauchten Räumen bewegt. Ein Warnfaktor ist, wenn die Heiserkeit oder andere Stimmesänderung länger als drei Wochen dauert. Wegen der potenziellen Tumorgefahr ist geeignet, möglichst bald den Arzt aufzusuchen.

Autor: Simona KnotkováVeröffentlicht: 01.10.2013 · Aktualisiert: 19.06.2015

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