Mumps

Lateinisch: Parotitis epidemica, Parotitis

Weitere Namen: Entzündung der Ohrspeicheldrüse, Parotitis, Parotitis epidemica

Symptome

Bauchschmerz Brechreiz Erbrechen erhöhte Temperatur erniedrigter Appetit Fieber geschwollene Ohrspeicheldrüse Kopfschmerz Schmerz der Ohrspeicheldrüse

Diagnose

B26

Fachgebiet

Der Mumps ist eine akute Infektionskrankheit bezeichnend fürs Kinderalter. Nichtsdestoweniger kann von dieser Krankheit irgendwer infiziert werden. Der Mumps ist eine hochansteckende Krankheit, und deshalb ist es nötig ihn beim Allgemeinarzt zu melden.

Ein an Mumps leidender Junge

Die Krankheit verursacht ein Mumpsvirus aus der Familie Paramyxoviridae. Interessanterweise gehören in dieselbe Familie auch die für Masern verantwortlichen Viren.

Der Mumps betrifft die Speicheldrüsen, vor allem die Ohrspeicheldrüsen. Zur Übertragung kommt es durch Luft, durch eine Tröpfcheninfektion. Erste Symptome bemerkt ein Angesteckter 15 bis 21 Tage nach der Ansteckung. Nichtsdestoweniger wird eine angesteckte Person schon eine Woche infektiös, bevor die ersten Symptome erscheinen und infektiös bleibt sie noch 2 Wochen nach dem Abklingen der Symptome. Das Virus gelangt durch die oberen Atemwege in den Körper. Da beginnt er sich zu vermehren und in die regionalen Lymphknoten zu verbreiten. Das Virus braucht etwa 2 Wochen, bevor es ins Blut gelangt und von daher weiter in den Körper. Nach der durchgemachten Krankheit gewinnt man die lebenslängliche Immunität. Diese ist aber nicht hundertprozentig. Mumps tritt im Frühling und im Winter auf. 

Vorbeugung

Am besten ist dieser Krankheit durch Impfung vorzubeugen. Die erste Impfung wird gemeinsam mit Impfung gegen Röteln und Masern durchgeführt. Man impft zuerst im 15. Lebensmonat des Kindes und in 6 bis 10 Monaten wird zum zweiten Mal wiedergeimpft. Das Kind, das geimpft werden soll, muss gesund sein und darf kein geschwächtes Immunsystem haben. Nach Impfung kann bei den Kindern erhöhte Temperatur, Schnupfen und Ausschlag erscheinen. Die geimpfte Person gewinnt lebenslängliche Immunität. Nichtsdestoweniger hat diese keine solchen Qualitäten wie die, nach der durchgemachten Krankheit gewonnene Immunität. Ein Geimpfter kann von dieser Krankheit angesteckt werden, aber diese hat leichteren Verlauf.

Symptome von Mumps

Derjenige, der von Mumpsvirus infiziert wird, wird infektiös 3 – 14 Tage vor dem Krankheitsausbruch. Am Anfang der Krankheit erscheint Fieber (38 – 40°C) und es kommt zur Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Der Kranke hat greifbare Anschwellung vor und unter dem Ohrläppchen. Die Anschwellung kann und braucht nicht schmerzhaft zu sein und ist ohne Rötung. Die Anschwellung kann sich auch auf die zweite Ohrspeicheldrüse oder auf weitere große Speicheldrüsen erweitern. Am häufigsten tritt die Anschwellung auf einer Seite auf, und während der 2 bis 3 Tage betrifft sie auch die zweite. Mit dieser Infektionskrankheit sind auch eventuelle Komplikationen verbunden. In den ernsten Fällen kommt es zur Gehirnhautentzündung. Der Kranke hat hohes Fieber, erbricht, leidet an Kopfschmerzen. Es passiert, daß die Patienten, die dies durchmachen, Hörbeschwerden haben, beziehungsweise es verlieren. Eine weitere mit Mumps verbundene Komplikation ist die Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Der Kranke ringt mit Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit und mit dem Erbrechen. Bleibende Schäden in der Form von Zuckerkrankheit sind selten. Bei erwachsenen Männern kann diese Erkrankung die Hodenentzündung verursachen. Wenn die Entzündung nicht geheilt wird, kann sie die Unfruchtbarkeit verursachen. Nach dem Abklingen der Symptome ist der Kranke noch etwa eine Woche bis 14 Tage infektiös.

Therapie

Die Therapie des Mumps ist einfach. Bei den unkomplizierten Zuständen genügen Ruhe, Bett, Temperatur und Schmerz reduzierende Medikamente, Umschläge. Ein Medikament direkt gegen diese Krankheit steht nicht zur Verfügung. Wenn die Krankheit von der Entzündung der Bauchspeicheldrüse begleitet wird, muss der Patient strenge Diät halten. Bei der Hodenentzündung werden Medikamente und kalte Umschläge verabreicht, die eine entzündliche Reaktion dämpfen. Jeder, wer Verdacht auf Mumps hat, sollte darüber seinem Allgemeinarzt Bescheid geben. Ob der Patient auf Mumps erkrankte, bestätigt erst die Blutuntersuchung. 

Veröffentlicht: 02.03.2015 · Aktualisiert: 19.06.2015

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