Myokardinfarkt
Lateinisch: Infarctus cordis
Weitere Namen: Infarkt, der akute Myokardinfarkt, AIM, Q- IM, nonQ- IM, Q Infarkt, nonQ Infarkt, Herzschlag, koronare Herzkrankheit, KHK
Symptome
Untersuchungen und Eingriffe
Diagnose
Fachgebiet
Der Myokardinfarkt (Herzschlag, Infarkt) ist eine der akuten Formen von der koronaren Herzkrankheit. Es geht um eine ernste, durch plötzliche Unterbrechung der Sauerstoffversorgung in den Herzmuskel verursachte Erkrankung. Der Sauerstoff gerät zu seinen Zellen durch den koronaren Blutkreislauf, der wie eine Krone oder ein Kranz (Koronargefäße) den ganzen Herzmuskel umgibt. Der koronare Blutkreislauf besteht aus der linken und rechten Ader.
Eine plötzliche Unterbrechung des Durchflusses durch diese Ader führt zur Unterbrechung der Sauerstoffversorgung, zum Stillstand der Energiebildung, zur Beschädigung des ganzen Bereichs, und das Ergebnis ist das Absterben (Nekrose) des Herzmuskels – es entsteht und entwickelt sich der Myokardinfarkt. Die Ursache dieses Zustandes ist die Fettablagerung in die Wand der Koronargefäße. Diese Fettdepositen schaffen im Laufe der Zeit eine Fettscheibe (Atheromsscheibe). Man kann sagen, daß man mit seinen Atheromen lebt, aber stirbt an dem Niederschlag (Thrombose) in der Ader. Die Thrombose hindert den Blutdurchfluss und dadurch die Sauerstoffversorgung, den die roten Blutkörperchen übertragen. Der Einriss oder Bruch des Atheromsbelags führt auf schnelle und komplizierte Weise zur Bildung des Blutgerinnsels – der Thrombose im Gefäß. Dieses Gerinnsel kann teilweise oder völlig den Blutdurchfluss blockieren. Ohne die Blutversorgung ist kein Sauerstoff, ohne Sauerstoff ist keine Energie. Falls eine Herzzelle und ein größeres oder kleineres Teil von Herzmuskel nur für kurze Zeit wegen der ungünstigen Quellen und ohne Energiebildung absterben, entsteht der akute Myokardinfarkt.
Wer ist vom Herzinfarkt bedroht?
Am häufigsten betrifft der Infarkt die Männer über 50 Jahre alt, aber zur Zeit, dank dem heutigen hektischen Lebenstempo, sind auch noch viel jüngere Menschen keine Ausnahme mehr. Aus den Statistiken ergibt sich auch, daß die Männer öfter als Frauen bedroht sind, und zwar bis zu fünf Mal. Trotz den bedeutenden Fortschritten in der Infarktstherapie besteht weiterhin eine hohe Sterblichkeit an dieser Erkrankung – etwa 25%, davon die Hälfte der Menschen stirbt innerhalb einer Stunde von Symptomanfang.
Symptome
Die Manifestationen des Infarkts hängen davon ab, wie großen Teil von Herzmuskelfleisch dieser betroffen hat. Bei manchen Leuten kann er ohne Symptome verlaufen (sog. der stumme Myokardinfarkt). Bezeichnenderweise manifestiert er sich aber durch diese Symptome:
- heftiger, klemmender oder brennender Schmerz hinter dem Brustbein, der in den linken Arm, in Hals, Kiefer, Rücken oder Bauch ausstrahlen kann, ist unabhängig von der Körperlage und dem Atmen.
- Schmerz dauert einige Minuten bis Stunden
- Es hilft nicht die Nitrateinnahme
- Schweißausbruch, Erbrechen
- Herzklopfen
- akute Atemnot
- Unruhe, Angst, Beklemmung
- Verwirrung
Der Infarkt kann die Ursache des plötzlichen Todesfalls infolge des Durchstosses der Herzwand, ernster Herzrhythmusstörung oder ausgedehnter Behinderung von Herzfleisch (mehr als 40%) sein.
Folgen eines Herzinfarktes
Jeder Myokardinfarkt hinterläßt mehrere Folgen. Es kann um die geminderte Herzfunktion, dauerhafte Herzmuskelbeschädigung, oder sogar um den Tod gehen. Im Fall des Reinfarktes tritt man an den operativen Eingriff (Bypass) heran.
Vorbeugung
Die Infarktsvorbeugung ist nicht so schwer. Es genügt nur fette und würzige Essen zu begrenzen, nicht zu rauchen, nicht zu trinken, regelmäßig Sport zu treiben und das Gewicht zu reduzieren. Es werden das Radfahren, lange Spaziergänge empfohlen. Die Belohnung für Sie wird gesundes Herz voller Kraft sein. Es ist nötig, verschiedene Streßsituationen zu bewältigen und sich ihnen fernzuhalten. Wichtig ist die Vorbeugung nach dem durchgemachten Infarkt, weil es sehr wahrscheinlich ist, daß ein weiterer kommt. Manche Leute können hinter sich auch sieben Infarkte haben, aber sie wissen nie, wann der letzte kommt. Deshalb ist notwendig, den Arzt regelmäßig zu besuchen und seine Verordnungen einzuhalten. Auch eine pharmakologische Vorbeugung ist zu achten, wenn man die Medikamente einnimmt, die gegen die Blutgerinnung wirken, die Betablocker, Medikamente für Cholesterinsenkung.




