Jod
Jod ist ein Mineralstoff, der für die Schilddrüse wichtig ist, die mithilfe der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) den Energieverbrauch im Organismus reguliert. Bei Jodmangel kann die Schilddrüse nicht richtig funktionieren, was sich auch auf unseren Körper auswirkt.
Wozu Jod dient
Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Mensch in jedem Alter benötigt. Wie oben erwähnt, ist es für die Produktion der Schilddrüsenhormone unentbehrlich, die in jeder Zelle die Umwandlung von Nährstoffen in eine ausreichende Energiemenge für ihre Existenz, ihr Wachstum und ihre Funktion regulieren. Damit gewährleistet Jod die richtige Entwicklung aller Organe und Gewebe, die Funktion der Nerven, des Gehirns, der Muskeln und der Geschlechtsorgane.
Jod benötigt der Mensch auch für den Stoffwechsel von Fetten, Zuckern und Eiweißen. Es hat einen positiven Einfluss auf das Nervensystem, verbessert die intellektuellen und mentalen Funktionen, die Qualität von Haaren, Haut und Zähnen, trägt zur richtigen Verdauung bei und wirkt sich positiv auch auf unsere Sexualität aus.
Von ganz grundlegender Bedeutung ist Jod für die richtige Entwicklung des Gehirngewebes des Fötus und der Kinder. Die Schilddrüse des Fötus entsteht ab der 12. Woche und bildet ab der 16. Woche bereits eigene Hormone. Es ist daher notwendig, dass eine schwangere Frau schon in den ersten Schwangerschaftswochen über eine ausreichende Menge Jod verfügt, da sie während der gesamten Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit die einzige Jodquelle für das Kind ist.
Jod in Lebensmitteln
Jod zählt zu den essenziellen Mineralstoffen, die der Mensch mit der Nahrung aufnehmen muss. Ein erwachsener Mensch sollte täglich 150 µg Jod aufnehmen, schwangere und stillende Frauen sollten ihre Zufuhr auf bis zu 250 µg pro Tag erhöhen. Auf dem Markt ist heute eine breite Palette an jodhaltigen Lebensmitteln erhältlich, weshalb es nicht mehr schwierig ist, diese Menge zu erreichen. Manche Lebensmittel haben einen geringeren und andere einen höheren Jodgehalt. Nachfolgend führen wir eine Liste der jodreichsten Lebensmittel auf.
- Meeresalgen - sie gehören zu den reichsten Quellen für Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Sie sind außerdem eine sehr bedeutende Quelle für Jod, wobei die Jodmenge in Meeresalgen davon abhängt, woher sie stammen.
- Meeresfische – Von Ernährungsexperten wird empfohlen, Meeresfische mindestens zweimal wöchentlich in den Speiseplan aufzunehmen. Geeignet ist z. B. Thunfisch oder Alaska-Seelachs. Eine Portion Kabeljau von etwa 85 g enthält rund 42–66 % der Jodmenge, und das ist gerade so viel, wie der Körper täglich benötigt.
- Milch und Milchprodukte - Milch und Milchprodukte sind eine wichtige Jodquelle, ihre Menge variiert jedoch in den einzelnen Produkten. Zu den reichsten Quellen gehören Milch, Quark und Joghurt.
- Eier – Ein höherer Jodgehalt findet sich im Eigelb, wobei ein großes Ei 16 % der täglichen Jodzufuhr liefert. Neben Jod enthält das Ei auch Fette, Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine.
- Pflaumen - Getrocknete Pflaumen sind nicht nur reich an Jod, sondern auch an einer ganzen Reihe von Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin A, Vitamin K, Eisen und Kalium. Der Verzehr von Pflaumen schützt den Organismus vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor Dickdarmkrebs.
Jodmangel
Jodmangel kann sich negativ auf die körperliche und psychische Entwicklung des Fötus und der Säuglinge auswirken. Bei Erwachsenen kann sich sein Defizit durch trockene Haut, Aufmerksamkeitsstörungen, Blutarmut, Verstopfung, Müdigkeit, ein Kältegefühl in den Gliedmaßen und einen Kropf (Struma) - infolge einer vergrößerten Schilddrüse - sowie durch weitere gesundheitliche Beschwerden äußern. Bei Frauen können Störungen des Menstruationszyklus, Probleme beim Schwangerwerden, bei der Fähigkeit, den Fötus auszutragen, und Tumorwucherungen in der Brust auftreten.
Jodüberschuss
Ebenso wie bei allen anderen Elementen im Körper schadet auch bei Jod sowohl sein Mangel als auch sein Überschuss. Achten Sie im Falle von Jod auf Fertigprodukte, übersalzene Wurstwaren und den übermäßigen Verzehr von Meeresalgen, die z. B. in Sushi, Salaten oder Keksen enthalten sein können. Bei länger andauerndem Jodüberschuss kann es bei der Schilddrüse umgekehrt zu einer übermäßigen Aktivität kommen.




