Mundhöhle
Anatomie
Der Eintritt in die Mundhöhle ist mit Lippen, Wangen und Zahnbogen umgrenzt, die Mundhöhle selbst begrenzen weicher und harter Gaumen, Wangen und Zunge. Dazu gehören auch große Speicheldrüsen – Unterkieferdrüse, Unterzungendrüse und Ohrspeicheldrüse. Die Mundhöhle ist ein Ort der Phonation, Geschmackswahrnehmung und erster Verarbeitung von Nahrung.
Der wichtigste Prozess, der sich in der Mundhöhle abspielt, ist das Zerkauen der Nahrung und ihr Mischen mit Speichel. Dies geschieht durch Kauen, an dem den Anteil sowohl die Zähne als auch Kopfmuskeln haben. Der größte von ihnen ist Kaumuskel. In diesem Augenblick beginnt der Verdauungsprozess. Der Speichel enthält nämlich das Verdauungsenzym Alpha-Amylase, die die Stärke, also Polysaccharide in einfachere Zucker spaltet. Neben der Amylase gibt es im Speichel auch Mucin, das aus weiteren Teilen des Verdauungstraktes gebildet ist und hat die Schutzfunktion. Ein wesentlicher Bestandteil des Speichels ist auch Lysozym, das fähig ist, krankheitserregende Keime zu vernichten.
An der Verdauung beteiligt sich auch die Zunge, deren Drüsen in einer kleinen Menge weiteres Verdauungsenzym produzieren, und zwar Lipase, die die Fette spaltet.
Aus dem Mund wird die Nahrung in Form eines feuchten, gut geschluckten Bissens weiter in die Speiseröhre geschoben.
Unter die häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle gehören verschiedene Infektionen auf der Schleimhaut der Mundhöhle und Lippen. Es können die Herpesbläschen, Aphten, Hefepilze oder bakterielle Infektionen sein. Oft ist das Zahnfleisch betroffen, im mittleren Alter leidet mehr als die Hälfte der Menschen an Parodontose, die zu Entblößung der Zahnhälse, Zahnschmerzen und zum Ausfall der Zähne führt. Neben weichen Geweben können auch die Zähne beschädigt sein. Vielleicht jeder kennt die Karies, die durch Wirkung der im Zahnbelag lebenden Bakterien entsteht. Hier gilt wirklich das Losungswort, dass der saubere Zahn gesunder Zahn ist.




