Tollwut

Die Tollwut oder Rabies gehört zu den akuten Viruserkrankungen des Zentralnervensystems. Es können sowohl ein Tier als auch ein Mensch infiziert werden. Die Virusübertragung erfolgt durch den Speichel, der in eine offene Wunde gerät. Die Menschen werden am häufigsten durch den Biss von einem infizierten Tier angesteckt. 

Fuchs - der bekannteste Tollwutsüberträger

Ein Risiko ist höher bei frei lebenden Tieren, z.B. Füchsen. Aber aufgrund der Tatsache, daß 2x pro Jahr die Vakzinierung durchgeführt wird, ist Tollwut auf unserem Gebiet ausgerottet. Der letzte Fall wurde im Jahre 2000 bei den Füchsen registriert. Angesteckt können aber auch Fledermäuse sein, so eine wurde im Jahre 2005 gefangen. 

Unsere Republik wurde im Jahre 2004 „Rabies – free country", denn die Ansteckung bei Fledermäusen wird nicht mitgezählt.

Die Haustiere werden regelmäßig pflichtgeimpft.

In anderen Ländern ist es nicht so und die Tollwut ist ein großes Problem. Nach den Statistiken erkranken in der Welt an der Tollwut ca. 55 000 Leute pro Jahr. 

Erreger

Der Erreger von Tollwut ist ein RNA - Virus der Gattung Lyssaviren. Der Virus überlebt im Speichel ca. 3 – 5 Tage.

Symptome der Tollwut

Die Inkubationszeit der Tollwut ist verschieden. Manchmal genügen zu ihrer Entwicklung ein paar Tage, ein andermal auch Monate. Die Geschwindigkeit, mit der sie ausbricht, hängt von der Menge des übertragenen Virus, Serotyp des Virus ab, und von  dem Ort, wohin der Mensch gebissen wurde usw. 

Nach der Virusübertragung in die Wunde vermehrt sich der Tollwutvirus und verbreitet sich zu den Nervenenden, durch die er ins Zentralnervensystem eindringt.

Im Zeitraum vor dem Krankheitsausbruch kann der Betroffene das Kribbeln, Schmerz im Ort der Verletzung, Juckreiz fühlen, obwohl die Wunde schon verheilt ist. Die Tollwut wird anfangs von Kopfschmerzen und Körpertemperaturen begleitet. 

Das erste ernste Symptom ist eine Verhaltensänderung. Die Tollwut manifestiert sich durch die Gereiztheit, Schlaflosigkeit, aber auch durch Appetitlosigkeit, Wut, Depressionen und übermäßige Bildung des Speichels. Weitere mit der Tollwut verbundene Symptome sind Muskelschmerzen, Krämpfe, Lichtscheu, Überempfindlichkeit gegenüber manchen Geräuschen, Berührungen, das Unvermögen einer Kommunikation und bedeutsam ist auch Hydrophobie – Wasserscheu. 

Später werden die Schluck- und Atemmuskeln gelähmt, die Atmung und Nahrungsaufnahme machen also beträchtliche Beschwerden. 

Der Kranke erliegt der Tollwut am häufigsten schon im Koma, wenn es zur Gesamtmuskelparalyse kommt.

Wenn die Krankheit an ein Stadium der Symptome gelangt, ist sie unheilbar und endet mit dem Tod. Es ist also notwendig die Wunde zu spülen – mit Wasser und Seife zu desinfizieren und sofort einen Arzt aufzusuchen und sich impfen zu lassen.

Diagnostik

Bei den Tieren und beim Menschen lässt sich die Tollwut zuverlässig durch eine Untersuchung von Hirngewebe beweisen. Das Tier, bei dem es einen Verdacht gibt, daß es mit Tollwut angesteckt ist, wird eingeschläfert und sein Gehirn untersucht. Bei den Kranken befolgt man die Anamnese, in der ein Biss und Symptome sind. Bei einem Verdacht auf Tollwut wird der Patient behandelt, als ob er sie hätte.

Impfung gegen Tollwut

Gegen Tollwut gibt es Impfung nicht nur für Tiere, sondern auch einen Impfstoff für die Menschen. Am häufigsten wird dieser für Reisende vor der Reise in Risikogebiete angewendet, z.B. nach Asien, Afrika...der Impfstoff wird in drei Dosen verabreicht und zwar am 1., 7. und 28. Tag und eine Wiederimpfung ist notwendig binnen einem Jahr nach der Verabreichung der letzten Dosis. 

Autor: Drahomíra HolmannováVeröffentlicht: 07.09.2015

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