Bipolare Störung

Weitere Namen: bipolare affektive Störung, manisch-depressive Erkrankung, manische Depression, Zyklophrenie, manische Melancholie, bipolare affektive Psychose

Symptome

Änderungen der Persönlichkeit Depressionen Euphorie Halluzinationen Paranoia Stimmungsstörungen Tendenzen zum Selbstmord Verhaltensänderungen

Diagnose

F31

Es handelt sich um eine Geisteskrankheit, mit der eine große Zahl von Menschen behandelt wird, von denen Sie es gar nicht zu wissen brauchen. Wenn Sie ordentlich behandelt werden, so können sie ein vollwertiges Leben haben. Der schlimmste Teil dieser Krankheit ist die akute Phase, in der die Krankheit ganz unerwartet auftritt.

Manisch-depressive Erkrankung

Und was ist eigentlich Bipolare Störung? Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der sich zwei entgegengesetzte Stimmungen abwechseln. Einerseits sind schwere Depressionen, bei denen man nicht leben will und nicht aus dem Bett kommt (es handelt sich um keine klassische Trübsal, wie sie die Menschen nennen, wenn sie traurig sind), andererseits ist die sog. Manie, bei der man im Gegenteil lustig ist, sprüht vor Energie, gibt Geld aus und will sich amüsieren.

Diese Zustände sind wie auf einer Achterbahn und jede Phase dauert unterschiedlich lange:

  • Manie ohne Therapie 2 – 5 Wochen
  • Depression ohne Therapie bis zu 6 Monaten

Ausdrücke der manischen Depression

  • Manie – gehobene Stimmung, Tatkraft, erhöhte Aktivität, es gibt kein Bedürfnis nach Schlaf, es scheint, dass man alles schafft, beschleunigte Rede und Gehen, unüberlegte Schritte, chaotisches Verhalten.
  • Depression – Verschlossenheit, Einsamkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Meiden von Menschen, schlechte Laune, Apathie gegenüber der Umgebung, Angstzustände, Selbstmordgedanken, man weiß, dass man sollte, aber man kann nicht

Ursachen

  • psychische Ursachen – das erste Lebensjahr beeinflusst die Psyche das ganze Leben lang. Hatte das Kind ein ruhiges und glückliches Zuhause? Hatte es ein Gefühl der Sicherheit? Wurden alle seine Bedürfnisse befriedigt?
  • biologische Ursachen – Neurotransmitter (Nervenzellen, die Nervenimpulse leiten – Informationen durch den Körper, im Körper entweder zu viel oder zu wenig)
  • weitere Dispositionen – Vererbung, Alter, Gehirninfektion, psychisches Trauma

Behandlung der manisch-depressiven Psychose

  • Neuroleptika, Thymoleptika (Manie),
  • Antidepressiva, Erhöhung von Serotonin und Dopamin (Depression)
  • Psychologe oder Psychiater – Sitzungen
  • Selbsthilfegruppen

Wenn Sie in Ihrer Umgebung bemerkt haben, dass sich bei jemandem häufig die Stimmung ändert und er danach in tiefe Depressionen verfällt, in denen er mit niemandem sprechen will. Raten Sie ihm, ärztliche Hilfe aufzusuchen, und gehen Sie lieber mit ihm und seien Sie ihm eine Stütze. Psychische Probleme sind insofern schwierig, als der Mensch Angst um seine Gesundheit hat und sich lieber verschließt und nicht kommuniziert. Es ist nötig, dass Sie ihn zwingen, zum Arzt zu gehen. Bei Depressionen entstehen schleichende Selbstmordgedanken, denken Sie daran und raten Sie dem Betroffenen, was er tun soll. Sprechen Sie vor allem mit ihm. Versuchen Sie nicht, ihn selbst zu behandeln, und Alkohol löst schon gar nichts, im Gegenteil vertieft sich die Depression noch mehr. Bereits bei den ersten Anzeichen ist es gut, ärztliche Hilfe aufzusuchen und so eine Verschlechterung des Zustands zu verhindern.

Autor: Lucie Kliková, DiS.

Autor: Lucie Kliková, DiS.Veröffentlicht: 26.03.2016

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