Bauchtyphus

Lateinisch: typhus abdominalis

Weitere Namen: Paratyphus, Typhus, Typhus abdominis, enterisches Fieber, Paratyphus, Paratyph

Symptome

Atemnot Fieber Fieberfrost Haarausfall Husten Kopfschmerz Lebervergrößerung rote Haut schwarzer Stuhl verminderter Appetit Verstopfung

Diagnose

A01

Fachgebiet

Bauchtyphus ist auch unter der Bezeichnung typhus abdominalis bekannt und ist eine Infektionserkrankung, die nur die Menschen betrifft – ihr Verdauungssystem, keine Tiere. Der Erreger ist das Bakterium Salmonella typhi. In Deutschland ist diese Erkrankung selten, es geht vielmehr um die Fälle, wann die Ansteckung aus anderen Ländern importiert wird.        

Bakterie Salmonelle

Übertragung von Bauchtyphus

Die Infektionsquelle, also Salmonella typhi, ist hauptsächlich das Wasser. Weitere Risikonahrungsmittel sind Milch, und selbstverständlich die Nahrungsmittel, die mit kontaminiertem Wasser gewaschen werden, was man oft vergisst, z.B. Gemüse, Obst. Die Bauchtyphusbakterie ist auch auf Gegenstände zu übertragen. Gefährlich sind in dieser Hinsicht asymptomatische Bazillenträger, die große Menge von Leuten anstecken können.                              

Verlauf

Die Krankheit bricht nach ca. 5 – 14 Tagen aus. Bei den Bazillenträgern kommt es nicht zu Krankheitsäußerungen und die Typhusbakterie überlebt in ihrer Gallenblase oder in den Harnwegen. Das anfängliche Bauchtyphusstadium wird durch wachsende Temperatur, schreckliche Kopfschmerzen charakterisiert, es kommen Albträume, Schlafsucht, Lethargie, aber auch Träumerei hinzu. Weitere Symptome sind dann auch Übelkeit und das Erbrechen, die Blässe und die typisch braun belegte Zunge. Manche an Bauchtyphus leidende Patienten können dann aus der Nase bluten oder winzigen rosigen Ausschlag und Husten haben.

Infolge der Darmschwierigkeiten, die sich steigern – es sind oft blutige drückende Durchfälle, die allerdings im weiteren Stadium in eine Verstopfung umschlagen können, es erscheint geschwollener Bauch, der schmerzhaft ist. Bei Patienten mit Typhus kann man vergrößerte Leber und Milz finden. Die Darmschwierigkeiten sind Reaktion auf anwesende Bakterie und auch aufs Typhustoxin, das sie produziert. Die Typhusbakterien, die in den Darmtrakt geraten, dringen durch die Darmwand in die Peyer-Plaques ein, die ein Bestandteil des lymphatischen Gewebes von Darmtrakt sind.

Die Darmwand wird in der 1. Woche mit Entzündung dicker – es handelt sich um die sog. Pulpainfiltration. 2. Woche wird dann durch Beschädigung der Darmschleimhaut, auch des lymphatischen Gewebes unter ihr charakterisiert. Es kann sogar auch zur Darmdurchlöcherung kommen. Die Bakterien werden mit Blut und Lymphe in den ganzen Körper verschleppt. So kann zur Leber–, Milzbeschädigung kommen und ebenso zur Knochenentzündung. Das Typhustoxin kann dann die Hautbeschädigung und Haarverlust auf dem Gewissen haben. Die Heilung der Darmschleimhaut fängt etwa 4. Woche an. Der schwerere und atypische Verlauf kann bei den Kindern sein, wann eine Komplikation in Form der Entzündung der Hirnhäute droht, bei den Schwangeren, wann ohne Therapie Abort droht, und bei alten Leuten, die hohes Fieber und Dehydratation schwer vertragen.

Diagnosen

Die Diagnose ist möglich nach typischen Merkmalen. Es werden auch das Blutbild, Blutkultur für Salmonellen, Isolierung der Bakterie aus dem Stuhl oder aus der Gallenflüssigkeit durchgeführt. Eine wichtige Methode ist dann die Widals – Reaktionsdurchführung.

Bauchtyphuskur

Ein an Typhus leidender Patient ist immer isoliert. Es ist nötig, Ruhe im Bett einzuhalten. Es wird antibiotische Therapie eingesetzt, man muss auf die Ergänzung der Flüssigkeiten, Mineralien und andere Nährstoffe wie Vitamine u.a. achten.                                                                    

Komplikationen

Zu den ernsten Komplikationen, die den Bauchtyphus begleiten können, gehört die Darmdurchlöcherung, die zur Bauchfellentzündung und Sepsis führen kann, und kann zum Tod des Patienten führen. Salmonella typhi und ihr Toxin können auch das Knochenmark, Herzmuskel, oder Nervensystem beschädigen.   

Vorbeugung

Die wichtigste Vorbeugung ist die Hygieneeinhaltung, besonders in den Risikogebieten. Es ist nötig, nur abgepacktes Wasser zu trinken und mit ihm auch Obst und Gemüse zu spülen. Nicht zu vergessen, dass auch in Eiswürfeln die Bakterien sein können. Eine weitere Möglichkeit, wie der Infektion vorzubeugen, ist die Impfung, die den Reisenden in Risikogebiete empfohlen wird.                                                                                                                                                 

Autor: Drahomíra HolmannováVeröffentlicht: 21.05.2014 · Aktualisiert: 13.07.2026

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