Hypertension

Lateinisch: Hypertensio, Hypertonia

Weitere Namen: hoher Blutdruck, primäre Hypertension, essentiale Hypertension, sekundäre Hypetension, arterielle Hypertension, stiller Schlächter

Krankheiten mit diesem Symptom

Burnout - Syndrom Fettleibigkeit Hyperalimentation Polyzystische Nierenerkrankung Präeklampsie Schlafapnoe

Symptome

Atemnot Herzklopfen Kopfschmerz Nasenbluten Schmerz auf der Brust

Diagnose

G932 I10 I15 I270 I272 P292

Fachgebiet

Als die arterielle Hypertension bezeichnet man den Zustand der wiederholenden oder dauernden Erhöhung der Blutdruckwerte über 140/90 minimal bei zweien Besuchen. Die Hypertension ist eine schleichende, schmerzlose aber potentiell tödliche Krankheit, und ihr Vorkommen in der Population steigt. Man schätzt, dass es hierzulande bis zu 35% der Erwachsenen zwischen 25 – 64 Jahren gibt, die an der Hypertension leiden. Das Vorkommen der Hypertension steigt mit dem Alter, und mit ihm auch das Risiko der Herz –, und Gehirnanfälle.                                                                                                                                                 

Blutdruckmessgerät

Charakteristik und Symptome

Nach der Höhe des gemessenen Blutdrucks teilt man sie in einige Gruppen nach WHO, der Weltgesundheitsorganisation. 
 

Kategorie Systolischer Blutdruck (mmHg) Diastolischer Blutdruck (mmHg)
Optimal <120 <80
Normal <130 <85
Höher – normal 130-139 85-89
Hypertension I. Grad (mäßige) 140-159 90-99
Hypertension II. Grad (mittlere) 160-179 100-109
Hypertension III. Grad (schwere) ≥180 ≥110
Isolierte systolische Hypertension (I. Grad) 140-159 <90
Isolierte systolische Hypertension (II. Grad) ≥160 <90


Die Gefahr der Hypertension ist, dass sie auch bei hohen Blutdruckwerten lange Zeit symptomlos und unerkannt bleibt und sich erst durch eine Komplikation bemerkbar macht, die tödlich sein kann – akuter Myokardinfarkt, zerebrales Ereignis oder der Aortabruch. Mit der arteriellen Hypertension sind einerseits unspezifische Symptome verbunden, d.h. solche, die auch andere Krankheiten begleiten können, und andererseits spezifische Symptome, d.h. typische für Hypertension.                                                                          

Unter unspezifische Symptome gehören Kopfschmerzen, das Ohrensausen, unangenehmes Gefühl bis zu den Schmerzen in der Brust, das Nasenbluten u.a. Zu den spezifischen Symptomen gehören die Herzbeschwerden, weil das gerade die Gefäße sind, die mit Hypertension betroffen sind. Der hohe Blutdruck, der durch sie durchfließt, stört und schwächt die Gefäßwand, was die Entwicklung der Arteriosklerose und die Bruchmöglichkeit leichter macht.

Noch dazu stellt der hohe Blutdruck eine größere Belastung für das Herz dar, das größere Anstrengung aufwenden muss – es muß gegen diesen Druck pumpen, um den ganzen Organismus mit Blut zu versorgen. Die Herzwände können dick werden und es kann sich vergrößern. Es kommt zu den Störungen des Herzrhythmus – die Arrhythmien, die fühlbar als Herzklopfen sind. Der hohe Blutdruck kann sich auch als Atemnot bei der Flüssigkeitsansammlung in den Lungen äußern. Bei der Langzeithypertension äußert er sich auch in der Organbeschädigung, weil sie nicht genügend mit Sauerstoff versorgt werden. Es betrifft Herz, aber auch die Nieren, die Netzhaut und das Hirn. 

Nach den höher erwähnten Komplikationen kann man die Hypertension klassifizieren:                                                        

  • I.  Stadium  -   einfache Erhöhung des Blutdrucks ohne die Organänderungen                                                                           
  • II. Stadium  -   die Existenz der Organänderungen ohne die Störung ihrer Funktionen 
  • III.Stadium  -   schwere Organänderungen mit dem Versagen ihrer Funktion  
  • IV.Stadium  -   maligne Hypertension mit der Neuropathie und den nächsten schweren Organstörungen                                                                     

Hypertension – die Ursachen

Hypertensive Krankheit kann man nach den Ursachen ihrer Entstehung in zwei Gruppen teilen. 90% bilden die essentielle oder primäre Hypertension, bei denen die Ursache unbekannt ist, bloß 10% bilden sekundäre Hypertensionen, bei denen der Blutdruck infolge der Beschädigung eines Organs erhöht ist.  

Essentiale Hypertension

Es ist nicht erklärt, wie dieser Typ des hohen Blutdrucks entsteht. Es gibt aber die Theorien, die sich bemühen, ihn zu erklären. Z.B. eine Hypothese, die mit dem Gedanken arbeitet, daß es sich um die Folge des erhöhten Umfangs von zirkulierender Flüssigkeit handelt. Die zweite Hypothese setzt voraus, daß auf der Peripherie die Gefäßresistenz ansteigt – es wird ein größerer Widerstand beim Blutdurchfluss geleistet. 

Sekundäre Hypertension

Hier gibt es eine klar bekannte Ursache der Entstehung von hohem Blutdruck. Diese Erhöhung kann eine Folge der Nierenerkrankung, der Aderverengerung bei Arteriosklerose und erhöhtem Cholesterin, der Aderbeschädigung bei Diabetes sein, aber auch der Erkrankung der Nebennieren und Schilddrüse, die die für die Regulation des Wasserhaushalts und des Blutdrucks verantwortlichen Hormone ausschütten. 

Rizikofaktoren für die Entwicklung der Hypertension 

  • das Alter – mit dem steigenden Alter nimmt die Zahl der Kranken zu
  • das Geschlecht – die Frauen sind im fruchtbaren Zeitabschnitt mit ihren Geschlechtshormonen geschützt
  • die Erblichkeit – falls die Hypertension in der Familie vorkommt
  • hohe Salzzufuhr – es staut im Körper die Flüssigkeiten und erhöht den Umfang der zirkulierenden Flüssigkeit in den Adern 
  • das körperliche Gewicht
  • Diabetes – es beschädigt die Gefäße
  • hohe Fettlage – Cholesterin 
  • der Alkoholgenuss
  • das Rauchen
  • der Stress u.a.

Weitere Untersuchungen bei Hypertension 

Hierher gehören außer der Blutdruckmessung weitere Untersuchungen, die man routinemäßig durchführt. Es geht um die sorgfältige Anamneseabnahme, EKG, Herzultraschall, die Blutabnahmen. Es wird auch der Harn für die Existenz z.B. des Eiweißes und Sediment untersucht. Wichtig ist auch eine Untersuchung des Augenhintergrunds. Eine nächste kann Brustkorbsröntgen sein usw. Im Verdachtsfall auf die sekundäre Hypertension wählt man gezielte Untersuchung eines beschädigten Organs – es kann sich um CT oder MRI der Nebennieren, Nierenultraschall usw. handeln.  

Therapie

Das Therapieziel ist es,den Druck zu senken und ihn auf den Werten für normalen Blutdruck zu halten, wodurch das Risiko einer Schädigung weiterer Organe sinkt.                                                                                                            
Es ist wichtig die Selbstkontrolle des Blutdrucks zu Hause.                                                    
Die Therapie kann unpharmakologisch, pharmakologisch oder ihre Kombination sein. 

Prognose

Wenn es zu der richtigen Kompensation der Hypertension kommt, ist die Prognose sehr gut und es kommt zu keiner Lebensverkürzung oder Verschlechterung der Lebensqualität. Es ist jedoch wichtig, die Empfehlungen des Arztes zu beachten und verschriebene Medikamente einzunehmen. 

Autor: Drahomíra HolmannováVeröffentlicht: 19.11.2013 · Aktualisiert: 13.07.2026

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